von unserem Mitarbeiter Karl-Heinz Frank

Unterleinleiter — Der Hollfelder Architekt Hartmut Schmidt hat das Angebot unterbreitet, an der Urnengrabanlage auf dem Friedhof vier Sitzbänke aufzustellen. Die benötigten 3200 Euro sind im Haushalt bereits eingestellt. Doch der Gemeinderat diskutierte das Angebot konträr.
Fritz Trautner etwa fragte sich, ob man den bereits neun vorhandenen Bänken im Friedhofsbereich noch vier weitere folgen lassen müsse? Schon heute fühle er sich dort wie auf dem Marktplatz in Ebermannstadt. "Ich will aber nicht verschweigen, dass auch ich im alten Gemeinderat die Urnenwand und damit als Beiwerk auch die vier Bänke mit beschlossen habe."
Trautners Fraktionskollege Ernst König sagte, für weitere vier Bänke sei auf dem kleinen und in mehreren Ebenen angelegten Friedhof gar kein Platz. Schließlich verständigte man sich mit 11:2 Stimmen doch noch darauf, vier Sitzbänke des Zweisitzer-Modells "Malmö" in heller Holzausführung für 2200 Euro anzuschaffen.
Über eine mögliche Fremdvergabe der Grab-Aushub-Arbeiten aber wollte an diesem Abend noch keiner so recht entscheiden. Bisher wurde die Arbeit für 520 Euro von zwei Bauhof-Mitarbeitern durchgeführt. Zum Vergleich führte Oliver Eppenauer (Rathausverwaltung) die eine Firma aus Pretzfeld an, die am Ebermannstädter Friedhof die gleichen Arbeiten mit einem Minibagger (und unter der Mitnahme des Erdaushubs) verrichtet und dafür 510 Euro berechnet.
Schließlich machte sich die Runde den Vorschlag des dritten Bürgermeisters Ewald Rascher (FWG) zu eigen, vor einem entsprechenden Beschluss erst noch weitere Angebote einzuholen.
Weiterhin wurde an diesem Abend Gemeinderätin Alexandra Ott als Nachfolgerin von Reinhold Geck einstimmig zur neuen Jugendbeauftragten ernannt. Dabei bezeichnete Bürgermeister Gerhard Riediger (NWG) die Mitorganisation des Ferienprogramms als eine der vorrangigen Aufgaben.
Alexandra Ott, die Erfahrungen im Kreisjugendring und in der schulischen Mittagsbetreuung gesammelt hat, sagte, sie verstehe sich nicht als Einzelkämpferin, sondern wolle "auf die Unterstützung aller in der Gemeinde bauen".
Dabei kam auch wieder das Thema "Jugendpfleger in Ebermannstadt" zur Sprache, dessen Unterstützung der Zweite Bürgermeister Peter Schmitt (NWG) ebenso für notwendig hält, wie der Bürgermeister. Bei der nächsten VG-Versammlung in Ebermannstadt werde man den eigenen Standpunkt zu einer möglichen Umlage für einen gemeinsamen Jugendpfleger unmissverständlich deutlich machen.
Zum Abschluss sprach sich das Gremium dafür aus, künftig am Weg zwischen dem alten Sportfeld und dem Kinderspielplatz versuchsweise eine Hundekot-Station für 350 Euro aufzustellen. So könnte der belebte Rad- und Wanderweg in Richtung Heiligenstadt wieder sauber werden.
Der letzte Beschluss des Rates bezog sich auf die Bewässerung der Sportanlagen: Sie soll nicht mehr dem Ehrenvorsitzenden des Vereins, Gerhard Sendelbeck, überlassen werden; Bauhofarbeiter werden die Aufgabe übernehmen, zumal das Gelände der Gemeinde gehört. Damit reagierte der Rat auf die seit drei Wochen ausgesetzte Bewässerung des A-Platzes, dessen Grasbelag sich bereits verfärbt.