Redwitz — Blaues Wasser, sanfte Wellen und dazwischen tummeln sich Fische und andere Meeresbewohner - und immer öfter auch Plastikmüll. Wasserflaschen, Verschlüsse, Plastikplanen. Die katastrophalen Folgen davon erklärte der Klasse 2b eindrücklich ein Experte des Bund Naturschutz, Jan Ebert: Tiere verenden an verschluckten Teilen. In winzig kleine Teilchen zerlegt, wandert Mikroplastik, zum Beispiel aus Duschgels, auch wieder über die Nahrungskette zum Menschen.
Doch was sollte jemand in Redwitz daran ändern? Darauf kamen die Kinder schnell. Ole erläuterte: "Alle Flüsse fließen ins Meer - und mit ihnen der Dreck, der hier bei uns in Redwitz entsteht." Erste Hilfsmaßnahme: Müll einsammeln und richtig entsorgen. Gebüsch und Uferrand der Rodach im Bereich des Biotops wurden sorgfältig von Unrat befreit.
Am Schulfest wurden in Gruppen die Themen weiter vertieft: Die Schüler begutachteten den gesammelten Müll, und dabei war klar: Hauptsächlich Plastik findet sich noch in der Natur, während Papier oder Holzabfälle schon längst verrottet sind. Und auch eine fast unsichtbare Gefahr konnten die Schüler gut erkennen: Die winzigkleinen Plastikkügelchen, die Kosmetika beigesetzt werden, um bestimmte Eigenschaften zu erreichen. Aus dem Duschgel eines namhaften Herstellers konnten die winzigen Teile herausgefiltert werden. Aus ihren Erkenntnissen gestalteten die Kinder eine Ausstellung zum Thema Plastik im Meer. Und für Melissa war auch klar, was sie noch tun kann, außer Plastik und Mikroplastik zu vermeiden: "In die Ferien nehme ich meine Handschuhe mit, und wenn ich Müll am Strand sehe, sammle ich ihn auch dort ein!" C. Schmidt