Neustadt — Die ärztliche Versorgung in Neustadt dauerhaft sichern - dieser politische Beweggrund stand hinter einem Treffen von Spitzen des CSU-Ortsverbandes Neustadt und der örtlichen Jungen Union mit Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).


Lage "gut und stabil"

CSU-Vorsitzende Vera Weißbrodt bezeichnete die aktuelle Gesundheitsversorgung in Neustadt als "gut und stabil". Sie sah jedoch die aktuelle Flüchtlingssituation sowie die ärztliche Altersstruktur als besondere Herausforderung der nächsten Jahre: "Es muss gelingen, jungen Ärztenachwuchs von einer Tätigkeit als niedergelassener Arzt zu überzeugen. Aus der Vergangenheit gibt es Beispiele, die zeigen: Über eine persönliche Ansprache lassen sich junge Ärzte nach Neustadt locken."
Zugleich dankte sie für die Initiative von Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD), auch unter den in Neustadt befindlichen Flüchtlingen nach Ärzten zu suchen und sie zu einem Verbleib in Neustadt zu bewegen: "Der erste Versuch war zwar nicht erfolgreich, aber der Weg passt." Staatsministerin Melanie Huml sagte zu, sich weiterhin für eine nachhaltige haus- und fachärztliche Versorgung im Coburger Land und gerade auch in Neustadt einzusetzen: "Die Bürger jenseits der Ballungsräume in Bayern haben denselben Anspruch auf eine gute Gesundheitsversorgung wie die Stadtbewohner."
Auf Initiative der oberfränkischen CSU-Abgeordneten gebe es seit einiger Zeit die Möglichkeit, junge Ärzte bei einer Niederlassung in kleinstädtischen und ländlichen Räumen finanziell zu unterstützen, so Huml. ct