Zapfendorf — In etwa einer Stunde hatten Bürgermeister Matthias Schneiderbanger (CSU) und die Gemeinderäte die vier Tagesordnungspunkte der jüngsten Sitzung in Zapfendorf durchgearbeitet. Diskutiert wurden vor allem die Wasser- und Kanalbenutzungsgebühren. Anlass dafür war eine Überprüfung, die ergab, dass die Gebühren nicht mehr ausreichend zur Kostendeckung beitragen. Mit einem höheren Verbrauch stiegen auch die Kosten, wodurch eine Deckungslücke entstand.
Daher wurde durch ein Ingenieurbüro ein Vorschlag zu neuen Wassergebühren ausgearbeitet, der dafür sorgen soll, dass die Fixkosten gedeckt und nicht die Rücklagen der Gemeinde aufgezehrt werden. Zudem können durch feste Gebühren Verbrauchsschwankungen leichter ausgeglichen werden. Ein weiterer Vorteil: Einmalzahlungen nach größeren Sanierungen lassen sich möglicherweise vermeiden.
Der Vorschlag sah vor, die Grundgebühren anzuheben. Für einen Nenndurchfluss von fünf Kubikmetern pro Stunde werden demnach 25 Euro im Jahr fällig, für sieben Kubikmeter 37,50 Euro, für zehn Kubikmeter 75 Euro. Für Großwasserzähler nach der Bauart WSV werden die Gebühren auf 82,80 Euro steigen. Bislang berechnete die Gemeinde 19,20/28,80/57,60 und 63,60 Euro pro Jahr. Das entspricht einer Steigerung von rund 30 Prozent. Diesen Vorschlag nahmen die Gemeinderäte einstimmig an.
Den Kanalbenutzungsgebühren liegt dieselbe Problematik zu Grunde. Hier standen zwei Varianten zur Auswahl, die zu diskutieren waren. Variante 1 sah nur eine Erhöhung der Grundgebühren für Wasserzähler vor. Demnach würden die Kosten für einen Nenndurchfluss von fünf Kubikmetern pro Stunde auf 75 Euro im Jahr steigen, bei sieben Kubikmetern pro Stunde wären es 93,75 Euro, bei zehn Kubikmetern 112,50 Euro und für Großwasserzähler 150 Euro im Jahr. Bei dem zweiten Vorschlag handelte es sich um eine Mischvariante. Allerdings wäre an diese Grundgebühr eine Erhöhung der Verbrauchsgebühr von 2,70 Euro auf 2,80 Euro pro Kubikmeter gekoppelt.
Bei der Beratung fiel häufig der Begriff der sozialen Frage, welche Variante also die fairste sei. Die Antwort darauf war schwierig, doch letztlich entschied sich der Gemeinderat mit 15 zu drei Stimmen für Variante 1, da so die Gebühren so alle gleichermaßen betreffen. Hier liegt die Steigerung bei rund 56 Prozent.

Spielplatz in Oberleiterbach

Ein weiterer Punkt war eine Vereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft Oberleiterbach über die Neugestaltung des Spielplatzes im Zuge der Dorferneuerung, die kurz durchgegangen und vom Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde. Diese Vereinbarung setzt unter anderem die Kostenbeteiligung der Teilnehmergemeinschaft fest, die bei einem Anteil von 55 Prozent liegt, aber höchstens 20 000 Euro betragen darf. Die Baukosten einschließlich Nebenkosten werden mit 40 000 Euro angesetzt. jm