Pettstadt — Der SV Pettstadt startete ins Spieljahr 2013/14 der Fußball-Landesliga Nordost in Anbetracht des sensationellen zweiten Tabellenplatzes aus der Vorsaison zwar mit Vorschusslorbeeren, musste aber auch mit zahlreichen Nackenschlägen kämpfen. Zu allererst galt es, den Ligenwechsel von Nordwest nach Nordost zu verkraften, und bereits in der Frühphase der Saison schlug das Verletzungspech unbarmherzig zu und ließ sich bis zum Schluss nicht mehr vertreiben. Selbst unter diesen Gesichtspunkten ist der errungene Platz 13 zwar sicherlich keine Ruhmestat, aber die Distanz zu den gefährdeten Plätzen in der Tabelle wurde stets gewahrt.
In Abstiegsnöte geriet der SVP zu keinem Zeitpunkt und sicherte sich bereits über die Osterfeiertage durch zwei Auswärtssiege den Ligaerhalt. Das Pettstadter Urgestein Reiner Meth, in Doppelfunktion Spiel- und Abteilungsleiter Fußball beim SVP, bringt seine Zufriedenheit klar zum Ausdruck: "Wir konnten infolge zahlreicher Verletzungen wichtiger Akteure nie eine Mannschaft aufs Feld schicken, die 90 Minuten lang Vollgas gab. Da aber gerade unserer jungen Spieler sehr viel dazugelernt haben, überwiegt die Zufriedenheit. Sie sind erst im Aufbau und haben zuvor nur in der Kreisklasse gespielt. Ihre Fortschritte waren unübersehbar."

Die Liga war stark

Zu bedenken gibt der langjährige Funktionär auch, dass "die Nordostgruppe eine der stärksten Ligen ist". Nicht zuletzt deshalb sei das erklärte Ziel frühzeitig der Klassenerhalt gewesen, den das Team vor allem durch die sehr gute Kameradschaft nach der Winterpause ohne größeres Zittern erreicht hat. Meth zollte den Coaches Manfred Schmitt und Dieter Meth, der mit dem Kreisklassenteam souverän den Ligaverbleib sicherstellte, sowie Torwart-Trainer Bernd Pfeuffer Lob. "Sie leisteten hervorragende Arbeit." Vielversprechend fiel der Start aus. Im Saisoneröffnungsspiel gelang gegen den Nachbarn FC Strullendorf ein Auftaktsieg, doch ein paar Tage später blies der raue Wind dem SVP bei der 1:5-Pleite in Nürnberg-Buch vehement ins Gesicht. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde deutlich, wie sehr Kapitän Jochen Kutzelmann als Führungsfigur fehlte. Er hatte sich Anfang Juli im ersten Testspiel einen Kreuzbandriss zugezogen und fiel die komplette Runde aus.
Höhen und Tiefen wechselten sich ständig ab. Siege gegen den FSV Stadeln, Quelle Fürth und Friesen belegten die Pettstadter Fähigkeiten, die bei den Niederlagen beispielsweise in Burgkunstadt oder in Vach gänzlich vermisst wurden. Dass am Ende nach dem Doppelerfolg über Ostern (Siege in Kirchenlaibach und in Röslau) nichts mehr ging, lag überwiegend an der ellenlangen Ausfall- und Verletztenliste. Mit Christian Baier, David Friedrich, Fabio Jentsch, Daniel Kommer, Basti Thomann und Jochen Kutzelmann standen wochen- und gar monatelang nicht zu ersetzende Stammkräfte nicht zur Verfügung. Darüber hinaus stoppten kleinere Wehwehchen die anderen im Team, sodass die letzten fünf Ligaspiele (drei Niederlagen, zwei Remis) stets mit dem allerletzten Aufgebot bestritten wurden.

Nachwuchs bewährt sich

Im Saisonverlauf leistete Physiotherapeut Silvio Griebel herausragende Arbeit und war Garant für die Einsatzfähigkeit der SVP-Kicker. Was aber einerseits Leid darstellte, offenbarte sich auch als Segen für die Nachwuchskräfte. Tobias Lang, Kevin Pfeuffer, Mathias Rupp und Steffen Schwandner aus der eigenen Talentschmiede sowie der über mehr als sechs Monate verletzte Daniel Hoch kamen zu langen Einsatzzeiten und machten ihre Sache hervorragend. Nicht zuletzt deshalb bedankte sich Reiner Meth bei allen Akteuren, dem Vorstand, den Wirtsleuten im Sportheim und bei den Fans für eine am Ende zufriedenstellende Runde. Sein Wunsch, dass "die Bamberger Vereine wieder in einer Gruppe antreten dürfen", wurde bei der Neueinteilung erfüllt: Die Pettstadter wechseln wieder in die Nordwest-Gruppe. mas