Zum achten Mal treffen sich im Europäischen Museum für Modernes Glas für ein ganzes Wochenende Künstler im museumseigenen Lampenglasstudio.
Der diesjährige Lampenglasworkshop am Samstag und Sonntag (29./30. Oktober) stellt international tätige Künstler in den Mittelpunkt, die für die technische Industrie gefertigte Glasröhren zu großformatigen Skulpturen verarbeiten.
Der kanadische Künstler Cédric Ginart ist seit Jahren an verschiedenen Glasfachschulen als Lehrer tätig und erreicht mit seinen Vorführungen und Kursen ein breites Publikum. Parallel dazu fertigt er seit über zwanzig Jahren individuelle Glasapparate für die technische Wissenschaft, eine Tätigkeit, aus der eigene künstlerische Arbeiten hervorgegangen sind. Im Frühjahr dieses Jahres arbeitete er bereits als "Artist in Residence" im Studio des Glasmuseums.


Arbeit mit Leuchtgasen

Jörg Hanowski ist ausgebildeter Leuchtröhrenglasbläser und arbeitet seit vielen Jahren im eigenen Atelier auch mit den Leuchtgasen Neon und Argon.
Dadurch entstehen technisch komplexe, vielschichtige Werke jenseits der traditionellen Lampenglasarbeiten. Jörg Hanowski zeigte im Jahr 2010 bei einer Sonderausstellung zum Lampenglas im Glasmuseum Rosenau seine Werke.
Joël Rey hat in Basel Glasapparatebau gelernt. Seitdem sind sein Arbeitsmetier Industrieglasröhren, die er seit nunmehr über 20 Jahren in immer neuen Arrangements zu abstrakten Kunstwerken formt. Joël Rey stellt regelmäßig in europäischen Galerien und Museen aus und ist nun erstmals in Rödental zu Gast.
Die Museumsbesucher können die drei Künstler im Lampenglasstudio bei der Arbeit beobachten, mit ihnen diskutieren und die faszinierende Glasgestaltung "an der Lampe" hautnah erleben.
Eine Anmeldung ist dazu nicht notwendig, es wird lediglich der normale Museumseintritt erhoben. ct