CoburgDie wenigsten Wohnungen oder Häuser sind barrierearm gestaltet. Dabei lassen sich schon durch kleine Veränderungen große Erleichterungen für den Alltag erreichen, nur wissen viele nicht, welche Dinge möglich sind, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts.
Körperliche Einschränkungen erschweren den Alltag, wie etwa der Zugang zu Fenstern oder die Nutzung von Bad und Toiletten. Auch das Identifizieren und Beseitigen von Sturzfallen ist ein wichtiges Element für mehr Sicherheit zu Hause. Wolfgang Hasselkus, der Seniorenbeauftragte des Landkreises Coburg, weist darauf hin: "Die große Gefahr sind Stürze im Alter. Von den über 80-Jährigen, die wegen eines Sturzes stationär eingewiesen werden, kommt nur die Hälfte wieder nach Hause."
Der Landkreis Coburg hat sich zum Ziel gesetzt, älteren und junggebliebenen Menschen dabei zu helfen, möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Das entspreche auch dem Wunsch der meisten Menschen.
Um dem nachzukommen, werden in einer fünftägigen Schulung ehrenamtliche Wohnraumberater ausgebildet. Das Seminar wird von der Seniorenakademie Bayern in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung e.V. angeboten und findet im Landratsamt Coburg statt.
Als Wohnraumberater werden bürgerschaftlich engagierte Menschen gesucht, die sich dafür interessieren, sich als Experten in dem Bereich Wohnraumberatung ausbilden zu lassen. Die Beratung gibt bei den vielfältigen Möglichkeiten der Wohnraumanpassung Orientierung für Senioren und trägt dazu bei, eine individuell passende Lösung zu finden.


Professionelle Unterstützung

Die Schulungstermine finden von 29. und 30. März sowie am 25. und 26. April ganztätig statt. Auch nach der Schulung wird dieses Team von Wohnraumberatern weiter durch das Landratsamt Coburg, den Aufgabenbereich Senioren sowie das Koordinierungszentrum bürgerschaftliches Engagement begleitet.
Außerdem erfolgt eine Anbindung an den ASB Regionalverband Coburg., der professionelle Wohnraumberatung in der Region anbietet und den Ehrenamtlichen bei Fragen zur Seite stehen wird. red