Die Stadt Bamberg weitet ihr schon seit längerem existierendes Projekt "Wohnen für Hilfe" für anerkannte Asylbewerber und Asylbewerber mit Auszugsgestattung aus.


Wohnraumsuche erleichtern

Von dem angespannten Wohnungsmarkt in der Stadt sind nach Auskunft der städtischen Pressestelle auch anerkannte Asylbewerber sowie Asylbewerber, deren Asylantrag zwar noch bearbeitet wird, denen aber der Auszug aus der Flüchtlingsunterkunft gestattet wurde, betroffen. Ihnen soll nun die Wohnraumsuche mit dem Projekt erleichtert werden.
Die Idee ist einfach: Ältere Menschen, Familien oder Menschen mit Behinderungen stellen kostenlos oder zu günstigen Preisen Wohnraum zur Verfügung und bekommen dafür unterschiedlichste Hilfsleistungen wie etwa Rasen mähen, einkaufen oder Fenster putzen. Als Faustregel gilt: eine Stunde Arbeit im Monat für einen Quadratmeter Wohnraum. Hinzu kommen noch anteilige Nebenkosten.
"Wohnen für Hilfe" ist ein innovatives Wohnprojekt, das die Integration von Flüchtlingen fördern soll, so die Pressestelle. Gerade für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die eine Ausbildung begonnen haben, ist die Integration von enormer Bedeutung.


Anschluss an Familien

Der familiäre Anschluss durch das Projekt hilft ihnen dabei, in Bamberg anzukommen und sich eine Existenz aufzubauen. Hinzu kommt, dass das Kennenlernen der unterschiedlichen Kulturen im Alltag zum Abbau von Ängsten und Vorurteilen führt.
Bereits 2011 haben die Stadt Bamberg und das Studentenwerk Würzburg das Projekt "Wohnen für Hilfe" gestartet - damals ging es darum, Wohnungsnot für Studierende zu lindern. Die Erfahrungen zeigen, dass damit "neue" generationsübergreifende Familienstrukturen entstanden sind, die aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen teilweise verloren gegangen sind.


Stärken nutzen

Jung und Alt nutzen die jeweiligen Stärken des anderen, um Schwächen auszugleichen. Und genau diesen Effekt erhofft sich die Stadt Bamberg jetzt auch mit der Ausweitung des Projekts auf Asylbewerber.
Die Wohnpartnerschaften werden von der Wohnberatungsstelle der Stadt Bamberg vermittelt und auch dauerhaft betreut. Ansprechpartner sind die Mitarbeiterinnen in der Wohnberatungsstelle der Stadt Bamberg im Rathaus am am Maximiliansplatz 3: Denise Neller, Telefonnummer 0951/871169, Nicole Orf, Telefonnummer 0951/871069, Faxnummer 0951/878881909, Webseite: www.barrierefrei.bamberg.de red