von unserer Mitarbeiterin Gabi Arnold

Meeder — Der Gemeinderat hat am Montagabend nun dem Vorentwurf des Landschaftsplans zugestimmt. Das Thema beschäftigt das Gremium seit dem Jahr 2008 immer mal wieder, im Juni des Jahres 2013 stellte der Gemeinderat den Entwurf zurück. Zu viele Punkte gefielen den Räten - vor allen den Landwirten - nicht.

Ein erster Entwurf

Die Ratsmitglieder trafen sich daraufhin mit dem Planungsbüro zu einem Workshop Anfang des Jahres 2014, um die Änderungswünsche einzubringen. Nun stellte Landschaftsarchitekt Sebastian Klebe einen Vorentwurf vor, der einstimmig abgesegnet wurde. Es handelt sich aber um keine endgültige Lösung, wie Klebe betonte. " Es ist ein erster Entwurf, Landwirte und Bürger können noch Einwände machen."
Der Landschaftsplan sieht auch vor, dass feuchte und trockene Biotope vernetzt werden, diese Korridore sollen in der nun beschlossenen Fassung nicht mehr quer durch die Flurstücke führen, sondern an den Gräben entlang. Die Flächen zur Grünlandnutzung wurden zudem zugunsten der extensiven Landwirtschaft deutlich verringert und die Ortsränder im Gemeindeteil Ahlstadt nachgebessert.
Wie Klebe betonte, habe er erstmals einen Landschaftsplan isoliert vom Flächennutzungsplan aufgestellt. "Sollte es von Seiten der Bürger Gesprächsbedarf geben, wird Bürgermeister Bernd Höfer (CSU) vor Ort mit den Leuten sprechen", versprach er. Die Fläche, die für den Verkehrslandeplatz bei Wiesenfeld/Herbartsdorf vorgesehen ist, bleibt als weißer Fleck im Landschaftsplan eingezeichnet. Bernd Höfer: "Wir lassen es weiß, da wir die Planung nicht einfach ignorieren können."
Zum Baugebiet Vogelherd und der Erweiterung Oberes Gewend und Lindenweg wurden die Behörden und Träger öffentlicher Belange gehört. Aus städtebaulicher Sicht sollen erst Baulücken innerorts geschlossen werden und Leerstände vermieden werden, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten befürchtet bei ungünstigen Windverhältnissen Probleme wegen Immissionsbelästigungen aus den landwirtschaftlichen Anwesen; etwa 80 Meter vom geplanten Wohngebiet entfernt werden 120 Mastschweine gehalten.

Bauland-Bedarf ist hoch

Dennoch beschloss das Gremium bei einer Gegenstimme (der von Dagmar Escher), den Baubebauungsplan fortzusetzen. Höfer ließ dies recht ausführlich begründen. Der Bedarf an Bauland werde demnach in der Gemeinde Meeder als sehr hoch angesehen. So sei im Ortsteil Beuerfeld ein Wohnhausneubau abgeschlossen und zwei der sechs Bauparzellen seien reserviert beziehungsweise vergeben.
Durch den geplanten Verkehrslandeplatz bei Neida würden sich hier kaum noch Käufer finden. Deswegen soll die Bauleitplanung im Gebiet bei Beuerfeld fortgeführt werden, andernfalls befürchtet die Gemeinde, im Wettbewerb mit anderen Kommunen abgehängt zu werden.
"Baulücken und Leerstände sind in Beuerfeld nicht vorhanden und Anfragen Bauwilliger beziehen sich ausschließlich auf Grundstücke für Neubauten", betonte Höfer. Im Baugebiet Vogelherd sollen Bauinteressenten unmissverständlich auf die Wohnverhältnisse hingewiesen werden. Die Gemeinde Meeder teile daher die Auffassung des Fachbereiches Immissionsschutz des Landratsamtes, wonach eine Ausweisung eines Wohngebietes dennoch umsetzbar und auch sinnvoll sei.

Bildband über Meeder geplant

Vier Meederer Bürger, Gerhard Motschmann, Hartmut Demand, Wolfgang Geuss und Ottmar Schad, haben Material in Wort und Bild gesammelt, um eine Ortschronik für den Ortsteil Meeder zu erstellen. "Es geht darum, Erinnerungen von Senioren zu bewahren in Bildern und in Geschichten", erklärte der Bürgermeister. Der Gemeinderat unterstützt dieses Vorhaben mit 5000 Euro für den Druck, gewünscht ist von Seiten der Räte ein fester Bucheinband. Die Ortschronik soll zum Selbstkostenpreis an die Bürger verkauft werden, sodass die Gemeinde kostendeckend arbeitet. Höfer kann sich das Werk auch sehr gut als Geschenk für Jubilare vorstellen.