Bernhard Panzer

Das Grundstück gegenüber dem Liebfrauenhaus, an der Einmündung zur Eichelmühlgase gelegen, hat eine lange Geschichte. Einst stand dort das Herzogenauracher Siechhaus. Es gehörte zu einer Reihe von Pesthäusern im Spätmittelalter. Als erstes Pesthaus auf deutschem Boden beispielsweise gilt das Sebastian-Spital in Nürnberg aus dem Jahr 1480.
Das Herzogenauracher Siechhaus wurde in den 1950er-Jahren abgerissen, als eine Tankstelle gebaut wurde. Doch auch diese wurde abgerissen, als dort schon mal ein Geschäftshaus entstehen sollte. Lange Zeit lag das Gelände darauf hin brach. Weiter östlich stand dann noch das alte Pfarrershaus, das vor kurzem jetzt auch abgerissen worden ist.
Geplant ist jetzt nämlich der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses, das durch eine futuristisch anmutende Gestaltung auffällt. Vorgesehen ist eine Mischung aus Wohnen und Büros, außerdem soll eine neue Bäckerei dort eine Heimat finden. Die Nutzfläche beträgt insgesamt 1700 Quadratmeter.
Momentan laufen die Erdarbeiten, in den kommenden Wochen soll der Keller betoniert werden und mit dem Rohbau will man soweit kommen, wie es das Wetter erlaubt, hieß es aus dem Büro des Bauherren.