I sling — Nachdem die weltberühmte Bavaria-Buche, Titelbild der BR-Sendereihe "Zwischen Spessart und Karwendel" nicht mehr existiert, hat der Bayerische Rundfunk zur Suche nach dem neuen "Baum der Bayern" aufgerufen. Unter knapp 300 Vorschlägen ist die Islinger Tanzlinde nun unter die letzten zehn in die Auswahl gekommen.
Vorgeschlagen wurde das Wahrzeichen von Isling von Roland Lowig, Stadtrat und Ortssprecher des "Golddorfs" Isling. Lowig, der beim Gespräch über die Linde regelrecht ins Schwärmen gerät, ist zu sehen und zu hören in der BR-Mediathek/ Baum der Bayern, erhofft sich eine rege Beteiligung der Landkreisbürger an der Abstimmung. Für den Tourismusverband "Obermain-Jura" wäre dies ein Glücksfall. Im BR-Slogan "Ein Baum stellt sich vor" heißt es: "Es stimmt schon, der Größte bin ich nicht mehr. Aber in meiner ganzen Geschichte hab ich mich immer in den Dienst des Volkes gestellt. Zwar wurde bei mir auch Gericht gehalten, aber meistens wurde bei mir und sogar auf mir getanzt, geflirtet und gefeiert."
Auf dem Marktplatz mit Kirche, Pfarrhaus, Schulhaus und Fachwerkhäusern steht die Tanzlinde im Zentrum und wird von den Einwohnern zu einem gemütlichem Plausch, und von vielen Wanderern des Franken- und Mainwanderweges zur Rast genutzt. Die Islinger selbst feiern seit vielen Generationen mit dem Lindenfest, veranstaltet durch die Islinger Musikanten, unter ihrem Baum. Am Abend, mit vielen bunten Lampen geschmückt, trägt der Baum zur urgemütlichen Stimmung bei. Die Linde hat es sogar ins "Deutsche Buch für Bäume" geschafft und wurde vor einigen Jahren durch Mitarbeiter der Universität Innsbruck untersucht und auf rund 800 bis 1000 Jahre geschätzt. Die Islinger lieben ihre Tanzlinde über alles, sie haben ihr sogar eine eigene Strophe im Oberfankenlied gewidmet. Der BR stellt die Islinger Tanzlinde im Beitrag "Wir in Bayern" am Donnerstag von 15.30 bis 16.45 Uhr vor. gsi