von unserer Mitarbeiterin 
Teresa Hirschberg

Bad Staffelstein — Wie es sich anhört, wenn man im wahrsten Sinne des Wortes Feuer und Flamme für das Gitarrenspiel ist, führten Benson & Schaller am vergangenen Samstag mit ihrem Programm "Strings on Fire" in der Alten Darre vor.
Hinter dem grandiosen Duo stecken Thomas Kalb aus Küps und Thomas Schaller aus Marktzeuln, die zum ersten Mal im Jahr 2008 gemeinsam auf der Bühne standen. Kennengelernt hatten sich die Vollblutmusiker in Thomas Kalbs Musikgeschäft, von da an vereinte sie die Leidenschaft für Stahlsaitengitarren und den Ludwigshafener Siggi Schwab - beim Gedanken an das Treffen mit ihrem musikalischen Vorbild bei einem Konzert in Bamberg strahlen die beiden noch heute.

Großartige Improvisationskunst

Typisch für ihre Auftritte ist die hervorragende Improvisationskunst, mit der das Duo eigene Ideen in die gewählten Jazz-, Rock- oder Bluesstücke einbaut und somit immer wieder musikalische Unikate schafft. "Das ist schon eine Leistung, wenn alte Leute wie wir noch so schnelle Musik spielen", scherzte Thomas Schaller, der wie sein Bandkollege in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feierte.
Ihr Auftritt sprühte trotz angeblicher Altersweitsichtigkeit und Gedächtnisschwäche vor feuriger Impulsivität, bei der sich die zwei Musiker selbst kaum auf den Stühlen halten konnten und wilde Grimassen zogen. Die Songabfolge war nicht im Voraus geplant, sondern orientierte sich an der Stimmung des Publikums.
Noten brauchten die Musiker dabei nicht, für die ausladende Partitur der einzelnen Stücke wäre auch ein meterlanger Notenständer nötig gewesen, räumte Thomas Kalb ein. Bereits im letzten Jahr gehörten Benson & Schaller zum Programm der Kulturinitiative Bad Staffelstein (KIS), seitdem habe sich an ihrer Performance einiges geändert: "Unser Gitarrenspiel ist noch enger zusammengerückt und unser Timing fast perfekt", erklärte Thomas Kalb.
Auch an den Extremen zwischen rockig und ruhig sei gefeilt worden: "Wir sind jetzt viel mutiger und cooler", so Kalb lachend.

Mit Percussion und Gesang

Zudem wurden Percussion und Gesang in die Auftritte eingebaut, wodurch mit Eric Claptons "Believe in Life" und James Taylors "You"ve Got a Friend" auch Lagerfeuerromantik aufkam. Neben den freitäglichen Proben sei ihre Freundschaft, ja Seelenverwandtschaft, für die musikalische Harmonie auf der Bühne entscheidend. Ob ihre Hände nach dem fast dreistündigen Auftritt nicht schmerzten? "Nein, es juckt uns in den Fingern, einfach stundenlang weiterzuspielen", schwärmte das Duo. "Musik ist einfach unsere Medizin."