Forchheim — Im Januar stieg saisonal bedingt die Arbeitslosigkeit deutlich an. Nach moderaten Anstiegen im November und Dezember ist mit einer Zunahme der Arbeitslosigkeit um 2 727 Personen oder 22,2 Prozent in diesem Monat die typische jahreszeitlich bedingte Steigerung zu verzeichnen. Im Agenturbezirk Bamberg-Coburg waren zum Stichtag 15 031 Menschen ohne Job. Damit ergibt sich eine Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent (Vormonat: 3,7 Prozent).
Der Arbeitsmarkt der Agentur Bamberg-Coburg umfasst die Gebietskörperschaften Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels.

Forchheim steht gut da

Im Raum Forchheim sieht die Situation nach wie vor deutlich besser aus als im gesamten Agenturbezirk. Hier stieg die Zahl der Arbeitslosen zwar gegenüber dem Vormonat um 521 Personen auf 2275. Gegenüber Januar 2014 errechnet sich eine Verminderung um 200 bzw. 8,1 Prozent. Es ergibt sich damit eine Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent (Vorjahr 3,8 Prozent). Das Stellenangebot lag gegenüber dem Vorjahresmonat um 39 Stellen höher. In diesem Monat meldeten die Arbeitgeber 183 freie Stellen.
Brigitte Glos, Leiterin der Arbeitsagentur, sieht als Ursachen für die gestiegene Arbeitslosigkeit die Winterpause in den Außenberufen und die saisonabhängige Gastronomie. Außerdem laufen zum Jahresende häufig befristete Arbeitsverhältnisse aus. Den grundsätzlich positiven Trend in der Region sieht sie jedoch auch in diesem Monat bestätigt. Gegenüber Januar 2014 ist die Zahl der Arbeitslosen um 201 Personen zurückgegangen.
Erfreulich hoch bleibt Glos zufolge die Nachfrage nach Arbeitskräften. So ist der Bestand an gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen sowohl gegenüber dem Vormonat als auch im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Ebenso begrüßt die Agenturchefin den Rückgang der konjunkturell bedingten Arbeitslosigkeit bei den jungen Leuten bis 25. Glos: "Hier können wir eine Abnahme gegenüber Januar letzten Jahres um 117 Personen oder 7,6 Prozent verzeichnen." red