"My Home Is My Castle" hat der Fotograf und Künstler Peter Litvai die Ausstellung zu Armut und Wohnraumqualität genannt. In eindringlichen Bildern werden Unterkünfte von Personen und Familien in Armutslagen dargestellt. Die Texte zu den Fotografien wirken wie Zeitungsanzeigen, die so nie in einer Annonce stehen würden, aber den Zustand des Wohnraumes beschreiben. Die Ausstellung ist vom 26. Oktober bis 19. November in der Stadtbücherei Coburg zu sehen.
Die Eröffnung der Ausstellung findet am Mittwoch, 26. Oktober, um 18 Uhr statt. Dritter Bürgermeister Thomas Nowak und der Künstler Peter Litvai werden Gedanken zum Thema beitragen. Vorbereitet hat diesen Abend ein Projekt-Seminar des Gymnasiums Alexandrinum. Die Schüler führen durch die Veranstaltung und haben verschiedene Beiträge vorbereitet. Nach der Eröffnung besteht die Gelegenheit zum Austausch. Die Veranstaltung ist öffentlich. Alle Coburger sind eingeladen.
Die Ausstellung wird durch Rahmenveranstaltungen begleitet. "Öffentliches Wohnen auf dem Marktplatz", eine Tagesaktion des Arbeitskreises Armut, findet am Freitag, 28. Oktober, von 10 bis 16 Uhr statt. Das "Philosophische Café zum Thema Armut" öffnet am Donnerstag, 10. November, um 18 Uhr seine Tür. Es setzt sich im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung der Hochschule Coburg mit dem Thema Armut auseinander. Aus verschiedenen Blickwinkeln wird der Armutsbegriff differenziert von verschiedenen Gästen betrachtet. Welche ethischen Ansätze kommen bei der Reflexion von Armut zum Tragen? Wie beeinflusst unser Weltbild den Umgang mit Menschen in Einkommensarmut?
Schließlich gibt es noch eine Veranstaltung mit Heinrich Schaumberger am Montag, 14. November, um 18 Uhr in der Stadtbücherei. Der Coburger Dichter hat in seinem Roman "Im Hirtenhaus" die Geschichte eines oberfränkischen Dorfes und einer in Armut geratenen Familie dargestellt. In eindringlichen Bildern schildert er Not und Beschämung im Armenhaus, Krisen, Mut und Verzweiflung. Ausschnitte des Buches werden von Thomas Straus, Schauspieler am Landestheater, gelesen. In aktuellen Beiträgen wird der Bezug von dem im Jahr 1874 entstandenem Roman zur jetzigen Situation hergestellt.
Veranstalter der Ausstellung samt Rahmenprogramm ist das Diakonisches Werk Coburg in Kooperation mit dem Arbeitskreis Armut, dem Gymnasium Alexandrinum, der Hochschule Coburg und der Stadtbücherei Coburg, teilt Stefan Kornherr, Leitung der Bezirksstelle des Diakonischen Werks Coburg, mit. red