Es war bereits der fünfte Empfang für ehrenamtlich Tätige in den Marktschorgaster Vereinen, Verbänden und Kirchen, zu dem der CSU-Ortsverband eingeladen hatte. Mit der parlamentarischen Staatssekretärin Dorothee Bär (CSU) als Gastrednerin setzte man die Reihe der prominenten Landes- und Bundespolitiker fort, denn unter anderem waren schon der frühere Ministerpräsident Günther Beckstein und Landtagspräsidentin Barbara Stamm in Marktschorgast zu Gast gewesen.
CSU-Ortsvorsitzender und Gemeinderat Marc Benker freute sich über die gute Resonanz und auch darüber, dass man mit der Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur nicht nur eine prominente, "sondern auch eine sehr attraktive Gastrednerin" gewinnen konnte.


Ein Name in Berlin

Benker betonte, dass sich Dorothee Bär als Newcomerin innerhalb kurzer Zeit einen Namen im politischen Berlin gemacht habe und auch zur stellvertretenden Generalsekretärin der CSU in Bayern gewählt worden sei. "Das Ehrenamt ist in Bayern, in Oberfranken, in den Kommunen des Landkreises Kulmbach und speziell auch hier in Marktschorgast ein wichtiger Pfeiler unserer Gesellschaft, ohne das Ehrenamt könnten wir viele Dinge nicht leisten", sagte Benker. Er erinnerte auch an Kirchweih, die heuer erstmals von den örtlichen Vereinen und Verbänden in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde veranstaltet wurde: "Es war eine gute Kirchweih. Ich möchte mich da bei allen bedanken, die tatkräftig mitgeholfen haben. Es hat sich gezeigt, dass wir gemeinsam etwas bewegen können."
Dorothee Bär verwies auf einen Satz von Bundespräsident Joachim Gauck: "Engagement wächst, wenn wir uns gebraucht fühlen!" Die Tatsache, dass der CSU-Ortsverband bereits zum fünften Mal zu einem Ehrenabend einlade, zeige zugleich, dass diese Gleichung aufgeht: "Ihr aller Engagement ist ungebrochen und wächst immer weiter. Die Gesellschaft bedarf dieses Engagements heute mehr als je zuvor." Sie sei gekommen, um Danke zu sagen. "Es ist dringend nötig, aber keineswegs selbstverständlich, was Sie leisten", so die Staatssekretärin.
Wer sich für Allgemeinheit engagiere, zeige bedingungslosen Einsatz, grenzenlose Leidenschaft und den unbedingte Willen, etwas zu bewegen. Ehrenamtlich tätige Menschen machten Bayern zu einer starken Gemeinschaft. "Wir erleben im Moment, dass sich viele Menschen unsicher fühlen und am Fundament des Zusammenhalts zweifeln. Wenn wir nach Amerika blicken, dann sehen wir, dass viele Menschen das Gefühl haben, allein gelassen zu werden. Ich bin der Meinung, dass es kein größeres Gift für unsere Gesellschaft gibt als die Einsamkeit", machte die Rednerin deutlich.


Der Pfad der Menschlichkeit

Eine Gesellschaft würde verrohen, wenn es keine helfenden Hände gäbe, die andere zurück auf den Pfad der Menschlichkeit führten. Die Staatssekretärin hielt es für wichtig, dass sich junge Menschen für die politische Arbeit in einer Partei interessieren. Die ehrenamtlich Tätigen seien tragende Säulen des Zusammenlebens - "und keine Stunde des persönlichen Einsatzes ist verschwendet".
Dorothee Bär verwies abschließend auf das Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes und sprach besonders die Flüchtlingshilfe an: "Ohne Sie, ohne die Kirchen und Vereine hätten wir es nicht bewältigen können, wären Politik und Gesellschaft auseinander- und zusammengebrochen. Auch dafür, für ihren Einsatz im Namen der Menschlichkeit, für ihre Arbeit hinter den Kulissen der politischen und medialen Debatten möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken."