von unserer Mitarbeiterin 
Petra Malbrich

Gräfenberg — 114 Schüler der Realschule Gräfenberg sind zur Abschlussprüfung angetreten, und alle haben bestanden. "Damit haben die Schüler sich und der Schule ein Traumergebnis beschert", freut sich Konrektor Klaus Vogler.
Er und dessen Stellvertreter Jürgen Kemeth vertraten bei der Abschlussfeier Rektorin Gertrud Eismann, deren Tochter an dem Abend in Hirschaid ihre Schul-Abschlussfeier hatte.
Außergewöhnlich seien nicht nur die hundert Prozent erfolgreicher Absolventen als Einzelergebnis, sondern auch die Tatsache, dass 65 Schüler eine 2 vor dem Komma stehen haben; 19 sogar eine Eins. Ein Schüler schaffte das Traumergebnis von 1,0. Angesichts dieser Leistung unterzieht Vogler den Realschulabschluss einer kritischen Prüfung mit der Frage, ob der Abschluss noch etwas wert sei. "Der Abschluss wird keinem hinterher geworfen; die Anforderungen und Belastungen für die Schüler steigen sogar."

Von der Wirtschaft begehrt

Das drücke sich in der hohen Akzeptanz des Realschulabschlusses aus. Wirtschaft und Handwerk bauten verstärkt auf Realschüler, bekräftigt Vogeler das glatte "Ja" zur Werthaltigkeit des Realschulabschlusses. Ein Erfolg, auf den man stolz sein dürfe und ein Grund zum Feiern, fand der Konrektor.
Das kam an diesem Abend, der unter dem Motto "Cocktailparty" stand, nicht zu kurz. Die Schüler der Musikklasse setzten mit ihren musikalischen Darbietungen feierliche Akzente, zwischen den Ansprachen und der Zeugnisverteilung.
Die Schüler hätten in den sechs Jahren an der Schule auch Schlüsselqualifikationen wie Eigeninitiative, Stressbewältigung oder Teamfähigkeit erworben. Werte, die ihnen in ihrem weitern Leben helfen.
Auch Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla (SPD), stellvertretender Landrat Otto Siebenhaar (FW) gratulierten. Besonderen Applaus erhielten die fünf Schulbesten. Das sind neben Andreas Gottschalk (1,0) Ramona Holweg (1,17), Clarissa Schneider (1,36), Simone Oßmann (1,4) und Brianna Hagemann (1,55).