von unserer Mitarbeiterin Evi Seeger

Schlüsselfeld — "Wir kriegen amerikanische Verhältnisse", befürchtete Alfred Schuster. Zur Debatte stand in der Sitzung des Stadtrats der Antrag eines Werbeunternehmens auf Errichtung einer frei stehenden Plakatanschlagtafel in Thüngfeld. Mehr als zehn Quadratmeter sollte sie groß sein und an der Ortsdurchfahrt gegenüber dem Buswartehäuschen aufgestellt werden. Die Räte sprachen sich einstimmig dagegen aus. Ihre Argumente: Verkehrstechnische Probleme, Ablenkung der Autofahrer vor der Bushaltestelle, ein Eingriff in das Ortsbild, wurden angeführt.
Ein Antrag auf Nutzungsänderung löste hingegen Freude im Gremium aus. Bürgermeister Johannes Krapp (CSU) informierte, dass in die ehemaligen Schlecker-Verkaufsräume am Marktplatz die Johanniter einziehen wollen. Dass die Johanniter ihren Hauptsitz nach Schlüsselfeld verlegen wollen, sei nur zu begrüßen, sagte Krapp. Das werde den Markt beleben. Dem Antrag auf Nutzungsänderung von Verkaufsraum in Büroräume (Antragsteller Karl-Heinz Herrmann, Schlüsselfeld) wurde zugestimmt.

Neue Nutzung begrüßt

Ausdrücklich "begrüßt" wurde auch, dass das leerstehende Anwesen Werner in Eckersbach einer neuen Nutzung zugeführt werden soll. Die bestehende Scheune soll zu einem Pferdestall umgebaut und dazu eine Koppel angelegt werden, teilte Krapp mit. Stattgegeben wurde dem Antrag von Tobias König auf Anschluss seines Aussiedlerhofs in Hohn am Berg 25 an die öffentliche Wasserversorgung. Die Stadt werde die Details für den Wasseranschluss im Rahmen einer Sondervereinbarung regeln, wurde von Seiten der Verwaltung erklärt.