Kronach — Lea wurde als Welpe zusammen mit drei weiteren Schwestern im spanischen Tierheim Sierra Nevada abgegeben. Podencos gibt es in Spanien wie Sand am Meer und so hatten die Hündinnen trotz Jugend und liebenswertem Charakter bisher keine Chance, in eine liebevolle Familie zu kommen.
Lea durfte den Anfang machen und nach Kronach "auswandern". Sie ist abgeschottet hinter Tierheimgittern aufgewachsen, hatte außer mit den Tierpflegern keinen Kontakt zu Menschen und noch nichts von der Welt kennengelernt.
Auch war sie noch nie in ihrem Leben an einer Leine gewesen und verstand überhaupt nicht, was jetzt von ihr erwartet wurde.Die vielen ungewohnten Eindrücke außerhalb der Tierheimmauern machten ihr Angst.
Inzwischen hat sich Lea jedoch zu einem begeisterten und neugierigen Spaziergänger gemausert, schreibt das Kronacher Tierheim-Team. Freilich erschrickt sie immer noch, wenn ihr unterwegs etwas besonders "Bedrohliches" begegnet, wie zum Beispiel ein vorbeifahrender Traktor.

Schon viel dazugelernt

Aber Lea hat schon viel dazugelernt. Nun wäre eine verständnisvolle Familie wichtig, die Lea "an die Hand nimmt", ihr alles zeigt und beibringt, dabei aber geduldig ist und sie auch nicht mit zu viel Neuem auf einmal überfordert. Lea ist freundlich, gutmütig und sanft. Hinter Gittern hat sie zwar manchmal eine etwas größere Klappe und bellt fremde Menschen oder Hunde gerne mal an, aber ohne schützenden Zaun ist sie froh, wenn ihr niemand etwas tut.
Da sie bei zu stürmischen Annäherungs- oder Schmuseversuchen aber Angst bekommen könnte, sollten in ihrer neuen Familie vielleicht keine Kleinkinder leben. Da sie als Podenco aber über Jagdtrieb verfügt, sollte sie dabei auf jeden Fall an der Leine bleiben.
Wer eine anhängliche und dankbare vierbeinige Gefährtin sucht, kann sich beim Kronacher Tierheim melden (Tel. 09261/5030). red