Das Interesse der Bevölkerung am Untersiemauer Apfelfest nimmt immer mehr zu. Das 11. Fest, welches auch zum "Tag der Region" gehört, war besonders bei den Kindern sehr beliebt. Der Ausrichter, die Jugendorganisation Bund Naturschutz (JBN) Untersiemau, hatte ein großes Programm ausgearbeitet. Höhepunkt für Jung und Alt war die Herstellung von frischem Apfelsaft aus ökologischen angebauten Äpfeln. Otto Ruppert braucht einige anstrengende Stunden, um mit einer Handpresse den Saft aus den kleingehäckselten Früchten zu gewinnen. Tatkräftig halfen Kinder, oft unterstützt von ihren Eltern, mit, die Arbeit zu verrichten. Als Lohn gab es dann den frischen Saft zum Trinken.
Daneben hatte die JBN- Gruppe Untersiemau noch viele Aktivitäten für die Jugend im Programm. Ihre Geschicklichkeit konnten die Kleinen beim Balancieren von Äpfeln, Basteln von Apfelmännchen und Binden herbstlicher Sträuße unter Beweis stellen. Besonders beliebt waren die Laubsägearbeiten.
Eine Apfelsortenausstellung von Baumwart Ewald Truckenbrodt zeigte die Reichhaltigkeit der Äpfel und Birnen. Hauptthema des Festes war, die Vielfalt des Apfels, unserer wichtigsten heimischen Frucht, herauszustellen.


Es geht nicht ohne Bienen

Der Imkerverein Itzgrund hatte einen informativen Stand aufgebaut, und die Mitglieder gaben bereitwillig Auskunft über das Leben der unverzichtbaren Honigbiene. Ohne diese gäbe es wahrscheinlich nicht die Sortenauswahl an heimischen Früchten. Es wurde auch auf die Bedeutung der Streuobstwiesen als besonderes Naturgut und Kulturerbe hingewiesen.
Das Apfelfest findet jährlich auf dem vereinseigenen Gelände "Pfaffenleite" statt. Heuer konnten die Besucher aus nah und fern einen Barfußpfad, eine Fühlstation und die gesamte Streuobstwiese in Beschlag nehmen.
Erstmals war auch ein Vertreter des Landesvorstandes nach Untersiemau gekommen. Tammo Lienke (Vertreter des JBN- Landesvorstandes) informierte über die umstrittene TTIP (Transatlantic Trade an Investment Partnership). Er bezeichnete dieses geplante Freihandelsabkommen der EU mit Amerika als einen Angriff auf die Demokratie und des Rechtsstaates. Das Gemeinwohl würde bei einer Einführung der TTIP auf der Strecke bleiben. Skandalös empfand Lienke außerdem, dass das Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Heinz Stammberger