von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Weisendorf — Ungläubiges Staunen bei den Kindern der Klasse 2c an der Weisendorfer Grundschule, als Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) aus seiner Schulzeit erzählte. So gab es damals weder ein Handy, noch einen Fernseher oder PC an der Schule und Filme wurden, wenn überhaupt in Schwarzweiß mit einem Projektor vorgeführt. Aber ins Staunen kam auch der Bürgermeister, denn die Digitalisierung macht auch vor den Grundschulen nicht halt und die Klasse 2c führte ihre neueste IT-Technik vor. Aufgrund des neuen Lehrplans (Lehrplan plus) müssen die Klassenräume der Grundschulen mit neuer IT-Geräten ausgestattet werden. In diesem Jahr für die ersten und zweiten Klassen, nächstes Jahr sollen die dritten und vierten Klassen eingerichtet werden.
Die Weisendorfer folgten damit dem neuen Lehrplan für die bayerischen Grundschulen und die Gemeinde investierte rund 45 000 Euro, die auch im Finanzausschuss ohne Diskussion abgesegnet wurden. In den Herbstferien wurden die Geräte installiert und sind seitdem Bestandteil des Unterrichts und werden von den Lehrkräften, ebenso wie den Kindern, mit großer Begeisterung eingesetzt.

Digitales Zeitalter

Wie Rektorin Pausch erklärte, begann bei der Sanierung der ehemaligen Mittelschule und aufgrund des neuen Lehrplanes auch an der Weisendorfer Grundschule das digitale Zeitalter. Mit Hilfe des Systembetreuers Johannes Kügel aus Mühlhausen und der Lehrkraft sowie Systembetreuerin Luise Pöverlein konnte das System innerhalb kurzer Zeit in Betrieb genommen werden. "Unser Hausmeister Dieter Ebersberger hat uns bei der Installation sehr tatkräftig unterstützt", lobte Pausch den Hausmeister.
Damit gehören auch die Overheadprojektoren der Vergangenheit an, die immer in die Mitte des Klassenzimmers gerückt werden mussten. Der Digitalprojektor hängt an der Decke und ist mit einem Laptop oder PC sowie einer Dokumentenkamera verbunden. "Das ist ein neues Zeitalter und die Kinder wachsen ja bereits mit dieser Technik auf. Wir können und dürfen uns dagegen nicht verschließen", meinte Bürgermeister Süß.

"Das ist ganz einfach"

Mit Begeisterung führten die Zweitklässler Emilija, Mira, Leon und Charlotte die neue Technik vor und brachten dann den Bürgermeister ins Staunen, als sie geschickt ihre Ergebnisse präsentierten. "Das ist ganz einfach, ich lege den Zettel mit meinen Rechenaufgaben unter die Kamera und die ganze Klasse kann das Ergebnis sehen", erklärte die Zweitklässlerin Emilija dem Bürgermeister und ließ ihn auch mal probieren. "Das wäre auch was für die Sitzungen des Bauausschusses", erklärte der Bürgermeister am Ende der Präsentation. Wie Klassenlehrerin und Konrektorin Sigrun Stinshoff erklärte, sei die Kamera auch für Experimente sehr gut geeignet, wanderten vorher die Teile von Hand zu Hand, sind diese nun stark vergrößert für die ganze Klasse sichtbar. So wurde schon mal ein Apfel in seine Einzelteile zerlegt und das Kerngehäuse war als Riesenbild an der Wand zu sehen, "wir haben auch schon mal einen Käfer drunter gelegt", meldete sich ein Schüler zu Wort.