Es ist schon gute Tradition, dass der Oldtimerclub Kronach alljährlich die Weißenbrunner Kerwa mit seinen Oldtimer-Fahrzeugen bereichert. Ebenso findet am Nachmittag des Kirchweihsonntags nach dem Festumzug eine Oldtimer-Fahrerprüfung statt. 15 Fahrer beteiligten sich mit ihren schmucken Karossen aus vergangenen Jahren an diesen verschiedenen Tests.
Als Prüfungseinstieg musste blind, also mit verbundenen Augen gefahren werden. 1,35 Meter war die Strecke nur und dabei ging es natürlich um die Genauigkeit und das Gefühl, sein Fahrzeug richtig einzuschätzen. Im vorgeschriebenen Rahmen gab es für jeden Zentimeter Abweichung einen Minus-Punkt. Auch die zweite Hürde war nicht einfach, nämlich mit dem rechten Vorderrad auf einem kleinen markierten Viereck zum Stehen kommen. Im nächsten Test mussten zwei Stangen durchfahren werden, die ziemlich nur im Abstand der Fahrzeugbreite auseinander aufgestellt waren. Also auch hier galt es höchste Konzentration und Fahrgeschick zu beweisen. Zum Schluss war dann auch technisches Wissen verlangt. Mit verbundenen Augen mussten Autoteile in einer Kiste durch Abtasten erraten werden. Die Oldtimerfreunde nehmen dies mit Gelassenheit und haben viel Freude und Spaß an diesen Prüfungsaufgaben. Zur Siegerehrung wurde dann auch der Bürgermeister vom Plantanz aus dem Paradies herausgeholt. Er dankte dem Oldtimerclub Kronach mit seinem rührigen und ehrenamtlich engagierten Vorsitzenden Gerhard Moser, der seit vielen Jahren mit seinen Mitglieder und deren attraktiven Oldies die Kerwa bereichern, indem sie nicht nur die Fahrzeuge ausstellen, sondern auch am großen Festzug beteiligt sind.


90-jähriger Ford

Sieger des Wanderpokals wurde Daniel Weber aus Küps mit einem Ford Mustang der Firma Schmidt aus dem Baujahr 1965. Den 2. Platz errang Heinz Schmidt aus Küps mit seinem fast 90-jährigen Ford, Baujahr 1928. Dritter auf dem Siegerpodium wurde Mario Delia aus Weißenbrunn mit einem Porsche 911.
Gerhard Moser und Bürgermeister Egon Herrmann gratulierten den drei Erstplatzierten und dankten aber auch allen anderen Teilnehmern an dieser nicht alltäglichen Fahrprüfung zur Kerwa wie früher in Weißenbrunn. eh