Coburg — Die Sperrung der Straße "Am Achatfelsen" stößt bei Teilen der Lützelbucher Bevölkerung nach wie vor auf wenig Begeisterung. Dietmar Wächter, Vorsitzender des Bürgervereins Coburg-Lützelbuch, bat jedoch die Ortsbürger bei der Hauptversammlung erst einmal um Geduld.
Die beliebte Abkürzung, eigentlich ein Schleichweg zwischen dem Grüber Gemeindeteil Rohrbach und dem Coburger Stadtteil Rögen, sei ja erst einmal probeweise für ein Vierteljahr gesperrt. Wie sich die Verkehrsströme langfristig verlagern werden und ob es zu Verkehrsstaus an der Einmündung der Oberfüllbacher Straße in den Haaresgrund kommen werde, müsse ja erst einmal ermittelt werden. Kurzfristig sei aber auch dort erst einmal Ruhe, denn die Verbindungsstraße zwischen Rögen und Cortendorf sei in den nächsten Wochen ohnehin gesperrt.
Ein "Damoklesschwert" schwebt in diesem Jahr über der Lützelbucher Zweigstelle der Stadtbücherei Coburg. Rainer Probst, ehrenamtlicher Büchereileiter, berichtete von gerade einmal 41 Medieneinheiten, die 2014 ausgeliehen worden seien. Seit Jahren sind die Zahlen in Lützelbuch rückläufig. Eigentlich habe die Stadt Coburg die ehemalige Gemeindebücherei schon Ende 2014 schließen wollen, die "Gnadenfrist" laufe nun noch bis Ende 2015.
Wächter forderte die Lützelbucher auf, mehr Gebrauch von ihrer Bücherei zu machen, um deren Bestand zu sichern. Man könne in Lützelbuch auch Medien aus der Stadtbücherei in der Herrngasse kommen lassen. Probst gab bekannt, dass die Bücherei weiterhin am ersten Donnerstag im Monat von 15 bis 18 Uhr geöffnet sei.
Die Lützelbucher machen sich Sorgen über den Wegfall der Grüngutentsorgung durch den Coburger Entsorgungs- und Baubetrieb (CEB). Die Stadtteile Ketschendorf und Creidlitz verzichteten bereits auf die Grüngutabholung, nachdem die Stadt pro Abholung jetzt 25 Euro kassieren möchte. Bisher sei die Abholung zu arbeitnehmerfreundlichen Zeiten (aus Sicht der Grüngutablieferer) erfolgt. Anders sah es aus Sicht der CEB-Mitarbeiter aus. Diese holten das Grüngut nämlich außerhalb ihrer regulären Arbeitszeiten ab.
Dies würde noch einmal einen Zuschlag auf die ohnehin fälligen 25 Euro bedeuten. Ansonsten wäre die Abholung nur bis spätestens 15 Uhr an Werktagen möglich. Ein anderes Problem ist die Abholstelle: Die von den Lützelbuchern favorisierte Bushaltestelle am Haaresgrund sei der Stadt Coburg nicht verkehrssicher genug.
Einen endgültigen Wegfall der Grüngutabholung wie in Ketschendorf oder Creidlitz wollen die Lützelbucher noch nicht. Probeweise soll jetzt einmal im Monat eine (kostenpflichtige) Abholung am Dienstagnachmittag um 15 Uhr stattfinden. Außerdem soll geprüft werden, ob die Lützelbucher ihr Grüngut nicht an der Sammelstelle in Oberfüllbach abliefern könnten. Damit wäre der Anfahrtsweg kürzer als nach Glend, zur Sammelstelle der Stadt Coburg. Oberfüllbach gehöre dagegen zum Landkreis.
Es fährt kein Schulbus mehr von Lützelbuch zur Pestalozzischule. Stattdessen ist ein Taxi im Einsatz. Dieses hält jetzt an zwei Haltestellen in Lützelbuch: Haaresgrund und Ortsmitte.
Der Gemeinschaftsfasching "Sex in Ost" der Vereine aus den östlichen Coburger Stadtteilen in der Rolf-Forkel-Halle sei zwar noch kein Draufzahlgeschäft geworden, aber mit Blick auf den bescheidenen Erfolg der vergangenen beiden Saisons wachse die Skepsis, ob sich der Aufwand noch lohne. Das letzte Wort sei noch nicht gesprochen.
Walter Stüpfert wurde für 40 Jahre Mitgliedschaft mit dem Ehrenteller des Vereins ausgezeichnet. Torsten Scheler wurde für 25 Jahre geehrt. mako