Die 15 meistbesuchten Welterbe-Städte in Europa verzeichneten im Jahr 2014 mehr als 295 Millionen Übernachtungen. In Bamberg übersprang die Zahl im vergangenen Jahr erstmals die Marke von 600 000. Der boomende Tourismus lässt die kritischen Stimmen lauter werden. Darum geht es in einem Vortrag am Dienstag, 8. März, im Großen Saal der städtischen Volkshochschule im Alten E-Werk.
Der Reisejournalist Olav Clemens beschreibt in seinem Vortrag mit dem Titel "Welterbetourismus aus der Sicht der Einheimischen", welche Auswirkungen der Tourismus auf die Bewohner haben kann und zeigt zugleich Lösungsansätze auf. Der Eintritt ist frei. Gastgeber sind das Zentrum Welterbe Bamberg und die VHS. Wie sie zu dem Vortrag mitteilen, geht es einerseits darum, eine Überbelastung zu reduzieren und andererseits durch eine bessere Beteiligung der Einheimischen eine für beide Seiten positive Entwicklung voranzutreiben.
Über den Autor teilen die Veranstalter mit: Clemens arbeitet seit 2007 bei der Wochenzeitung "Die Zeit" im Ressort Reisen. Er entwickelt, betreut und begleitet Reisen. Als Reiseleiter war er mit zahlreichen Gruppen in Nordamerika und im Orient unterwegs - das sind zugleich die Regionen der Welt, denen sein besonderes Interesse und seine Begeisterung gelten. Seit 2002 ist er Lehrbeauftragter für "Nachhaltigen Tourismus" an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. red