Der Forchheimer Bildungsverein "FOrsprung" setzt auch im neunten Jahr auf Vernetzung sowie Organisation und Förderung von Bildungsprojekten. Die Mitgliederversammlung bestätigte die Richtung und setzte Ziele für die Zukunft.
In die sanierte Realschule Forchheim lud Schulleiter Jürgen Kretschmann, jüngstes Mitglied des Vereins, die Mitgliederzur Jahreshauptversammlung ein. Neben den Formalien über Mitgliederstand (aktuell 317), Finanzen und anderem nahmen inhaltliche Schwerpunkte einen größeren Raum ein.
"Die Bildungsprojekte, die wir anstoßen und durch die Unterstützung von Stiftungen und der Sparkasse Forchheim finanziell begleiten können, sind im Konzept fundiert und haben mittlerweile eine breite Akzeptanz im Landkreis", berichtete Schulamtsdirektor a. D. Wolfgang Blos, Vorsitzender von "FOrsprung". Bildungsfahrten sind ebenso fest im Jahresprogramm verankert wie die Unterstützung von Bildungsprojekten an Schulen.
"Eines der Hauptkriterien zur Förderung von Projekten durch FOrsprung ist die Vernetzung in der Bildungsregion", serklärte Blos. Gemeinsam Bildung gestalten war schon immer eine der Leitideen des Vereins. Neben Netzwerkarbeit, Organisation von Ganztagsschulkon-gressen, finanzieller Förderung von Projekten zur Inklusion, zur gesunden Ernährung oder der Forchheimer Kinder-Uni ist das finanziell und organisatorisch größte Projekt von "FOrsprung" das "JeKi", jedem Kind ein Instrument. Das Konzept bietet heute 80 Prozent aller Dritt- und Viertklässler im Landkreis die Möglichkeit, zu günstigen Bedingungen an Musikinstrumente herangeführt zu werden. "Das ist fulminant, wenn man bedenkt, dass seit Projektstart mehr als 4000 Schüler ein Instrument erhalten konnten", erklärt Vorstandsmitglied Gerhard Koller, Schulamtsdirektor a.D.
Zwei Impulse wurden diskutiert. Mitglied Eduard Nöth hatte die Frage nach der Schwimmfähigkeit der Grundschulkinder gestellt. Diese Anregung wurde aufgenommen und Vorstandsmitglied Schulrätin Stefanie Mayr-Leidnecker präsentierte Zahlen und Fakten dazu. "Von den derzeitigen 983 Grundschülern in der 4. Klasse im Kreis Forchheim sind circa 87 Prozent Schwimmer", berichtete sie. Das Gremium wünscht sich, dass jedes Kind die Möglichkeit bekommen soll, das Schwimmen zu erlernen. Warum nicht eine Schwimmwoche im Schullandheim anbieten, lautete der Vorschlag von Gerd Koller.
Als zweiter Schwerpunkt soll die Idee weiterentwickelt werden, das Bildungsmonitoring im Landkreis voranzubringen. "Bildungsmonitoring bedeutet, die Ermittlung von Zahlen und Fakten, um Bildung zu vernetzen und sinnvoll gemeinsam zu gestalten", betont Blos. Weitere Erfolgsprojekte, die weitergeführt werden, sind "Calphi" - Umgang mit Wärmeenergie für Kinder der Grundschule, der schulartübergreifende Forchheimer Jungforschertag sowie die Beteiligung an der jährlichen Ausbildungsmesse Forchheim.
Heike Schütz