Hochstadt — "Der Weißstorchbestand im Landkreis zeigt weiter leicht nach oben." Dieses erfreuliche Ergebnis konnten Gerd Glätzer und Dieter Franz anlässlich der Jahresversammlung der Ortsgruppe Hochstadt des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern (LBV) präsentieren.
Dabei betreuen die Hochstadter nicht nur das im Ort ansässige Storchenpaar, das in den letzten fünf Jahren regelmäßig anwesend war, sondern kümmern sich gelegentlich auch um die Störche in Michelau und Mainroth oder beraten bei der Anbringung neuer Weißstorchnist hilfen. In ihrem Rechenschaftsbericht zeichneten Glätzer und Franz darüber hinaus auch ein positives Bild für den Wanderfalken im Landkreis, jedoch auch ein äußerst düsteres für alle Wiesenbrüter. Sogar der einstmals häufige Kiebitz stehe inzwischen kurz vor dem Erlöschen, ganz dem bayern- und deutschlandweiten Trend folgend.
Bei der Versammlung in der Gastwirtschaft Fischer in Burgstall standen auch Neuwahlen des Vorstands auf dem Programm. Als Vorsitzender wurde Gerd Glätzer bestätigt, als Zweiter Vorsitzender Dieter Franz und als Kassier Benedikt Reuther. Neuer Schriftführer ist Uwe Glätzer, da der bisherige Amtsinhaber, Hans-Werner Herold, nicht mehr kandidiert hatte.
Für die nächsten vier Jahre haben sich die Vogelschützer viel vorgenommen. Natürlich sollen die Betreuung von Weißstorch und Wanderfalke weitergehen, wobei aktuell an Hand der Beringung der Vögel schon festgestellt wurde, dass das Hochstadter Weißstorchpaar dasselbe ist wie im vergangenen Jahr. Dies seien gute Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Brutjahr. Auch die Biotoppflege am "Roten Hügel" werde wieder ein Arbeitsschwerpunkt sein, wobei die Arbeiten der letzten Saison jetzt noch zum Abschluss gebracht werden müssten. Hierbei haben sich insbesondere Oswald Waclaw und Heinz Glätzer große Verdienste erworben, die ausdrücklich gewürdigt wurden.
Eine weitere zentrale Aufgabe müsse die Suche nach zusätzlichen Natur- und Vogelfreunden sein, die auch bereit sind und Freude daran finden, einmal den Computer mit dem Fernglas oder dem Balkenmäher zu tauschen um Freude an der Schönheit der Natur zu gewinnen oder sich aktiv für den Arten- und Bio topschutz einzusetzen.
Werner Hauber