von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Weisendorf — Für den Weisendorfer Obst- und Gartenbauverein (OGV) ist es schon Tradition und für die Jugendfeuerwehr Routine. Auf dem Vereinsgelände des OGV wurde der achte Maibaum aufgestellt, den wie schon in den Vorjahren die Jugendfeuerwehr aus dem Wald holte und auch in die Senkrechte brachte.
Wieder dabei waren auch heuer die benachbarten Vereine. Der Tennisclub TC 98 Weisendorf versorgte die Gäste mit Getränken und der Heimatverein brutzelte Steaks und Bratwürste. Trotz des nicht gerade einladenden Wetters kamen in diesem Jahr mehr Weisendorfer auf das Gelände des OGV.
Beim Aufstellen des Maibaums geht es in erster Linie nicht um ein Brauchtum. "Wir sind ja kein Trachtenverein, sondern wir wollen mit den beiden benachbarten Vereinen die gute Gemeinschaft pflegen und miteinander feiern", erklärte OGV-Vorsitzender Frank Münch. Deswegen muss der Baum nicht der Schönste und auch nicht der Größte sein, eine Birke mit rund 16 Metern erfüllt dabei den Zweck.
Unter dem Kommando von Steini packten die Jungfeuerwehrler, unterstützt von gestandenen Feuerwehrleuten, kräftig mit an, und nach dem letzten Ruck war ihnen nicht nur der Beifall sicher, sondern auch ein kräftiger Tusch des Posaunenchores. Während auf dem Grill Steaks und Bratwürste einen verführerischen Duft verströmten, konnten die Kinder an ihrem eigenen Feuer Stockbrot brutzeln oder sich auf dem Vereinsgelände austoben.
Unter den zahlreichen Gästen auch Bürgermeister Heinrich Süß, der ja bei der Bucher Kerwa als Baum-Kapo fungiert. Er konnte ganz entspannt der Aktion zusehen. "Die sind ja auch beim Kerwasbaum in Weisendorf aktiv, die beherrschen ihr Handwerk", lobte das Gemeindeoberhaupt. Besonders freute sich der Bürgermeister, dass drei Vereine eine gemeinsame Veranstaltung durchziehen: "So muss es in einer Gemeinde sein."