Bernhard Panzer

Weihnachten kann kommen - zumindest, was die Pläne des Stadtbauamts angeht. Denn die letzten großen Baustellen sind jetzt winterfest gemacht, die Anwohner haben ihren Weihnachtsfrieden.
Fertig sind indes nicht alle geworden, aber das war auch nicht so geplant. Beispielsweise der Welkenbacher Kirchweg und die Adlerstraße. Dort geht's im kommenden Jahr weiter. Das vorgesehene Pensum hat man aber, wie geplant, eingehalten.
Das bedeutet zum einen, dass auf der Großbaustelle Welkenbacher Kirchweg die Straße jetzt "provisorisch mit Asphalt geschlossen" wurde, wie es Markus Himmler vom Stadtbauamt erläutert. Diese Verbindung von der Würzburger Straße in den Stadtnorden ist also für den Durchgangsverkehr wieder frei. Man lässt dort aber, auch wegen der bestehenden Unebenheiten, Tempo 30 gelten. Auch der Winterdienst kann, sofern er denn überhaupt benötigt wird, dort fahren.
Am 18. Januar, so sieht es der Zeitplan vor, soll es dann weiter gehen. Unter anderem muss noch eine behindertengerechte Bushaltestelle angelegt werden. "Und dann benötigen wir zweistellige Plusgrade", stellt Himmler weiter fest. Zum Asphaltieren nämlich. Man will eine komplett neue Asphaltdecke machen. Dazu brauche man aber über Tage hinweg beständig warmes Wetter. Während die Restarbeiten bis dahin unter Verkehr möglich sind, brauche man fürs Asphaltieren eine Vollsperrung.


Flickenteppich

Der Welkenbacher Kirchweg war seit Monaten eine Großbaustelle. Teilweise wurde ein neuer Kanal verlegt, aber auch Wasserleitungen wurden erneuert. Und vor allem hat man die Fernwärmerohre verlegt, sagt Himmler. Die Straße gleicht daher einem Flickenteppich. Deshalb will man sie im kommenden Jahr abfräsen und mit einem völlig neuen Belag versehen. Die Bürger kostet das nichts extra, die Maßnahmen werden über die Straßenausbaubeitragssatzung nicht umgelegt. "Es ist kein Vollausbau", sagt Himmler.
Anders ist es in der Adlerstraße. Dort geht es ja um eine Straßenerneuerung. Auch wenn man dort den Kanal gleich mit ausgetauscht hat. Anteilsmäßig werden die Arbeiten aber umgelegt. "Mit Wasser, Gas, Kanal sind wir fertig", sagt der Mitarbeiter des Bauamts. Dieser Tage wurden die letzten Anschlüsse gemacht. Eine provisorische Asphaltdecke setzt man da aber nicht drauf. Es handle sich um keine Durchgangsstraße, deshalb sei das auch nicht erforderlich, erklärt Himmler. Damit aber die Anwohner in ihre Straße fahren können, "wird das jetzt sauber aufgeschottert", sagte Himmler vergangene Woche. Inzwischen ist die Befestigung geschehen. "Anlieger frei" bedeutet aber auch, dass für alle anderen Nutzer die Straße gesperrt wird.


Anwohnerin lobt

Die Winterpause dauert dort voraussichtlich bis Anfang März. Die Baufirma Herrmann wird dann abgelöst von der Firma Höllein, die den Straßenbau übernimmt. Mit den Bauarbeitern vor Ort hatten die Anwohner offenbar ein sehr gutes Verhältnis. Sandra Stark beispielsweise verweist gegenüber dem FT auf "eine angenehme, harmonische und unproblematische Zeit". Die Anwohner seien aus ihrer Sicht stets auf das Wohl der Anwohner bedacht gewesen.
Anfangs März wird die Adlerstraße dann, von der Bamberger Straße her, asphaltiert. Der weitere Verlauf der Straße, die dann Nutzungstraße heißt, soll im kommenden Jahr nicht ausgebaut, sondern nur repariert werden. Das falle dann in den, für die Anwohner nicht extra kostenpflichtigen Straßenunterhalt, sagt Himmler. Die Schulbusse erreichen den Halteplatz Wiwaweiher während des Winters übrigens über die Nutzungsstraße.
Weihnachtsruhe herrscht auch auf ein paar anderen Baustellen, die die Stadt noch offen hatte. Bis zum 18. Januar ist im Erschließungsgebiet für die Vereinsanlagen an der Nutzung Winterpause angesagt. Das Areal steht erschließungstechnisch auch kurz vor der Fertigstellung, Ende März könne man vielleicht damit rechnen, sagte Himmler. Während des Winters sei die Zufahrt für die dort bereits ansässigen Vereine kein Problem.
Und im Gewerbegebiet an der Nordumgehung sind es auch nur Kleinigkeiten, die noch erledigt werden müssen. Beeinträchtigt werde dadurch niemand, sagte Himmler weiter. Die Straßen seien freigegeben, Interessenten könnten jederzeit loslegen.