Die Weichen für einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt hat der Baunacher Stadtrat in seiner letzten Sitzung gestellt. Der Markt findet traditionell am zweiten Adventswochenende statt. Erstmals wird er in diesem Jahr nicht nur am Sonntag geöffnet haben, sondern zusätzlich schon am Samstagnachmittag und -abend, beschloss der Stadtrat einstimmig.
Der Markt soll sich über den Marktplatz und die angrenzenden Straßen (Marquard-Roppelt-Straße, Zentweg, Überkumstraße, Zur Alten Brauerei) sowie über den Schlossplatz erstrecken. Denkbar sei auch in den nächsten Jahren nach dem Umbau der Pfarrkirche eine Einbeziehung des Kirchplatzes. Angeboten werden sollen Weihnachtsartikel aller Art, Bastelsachen, Blumen, Kunsthandwerk, Spielwaren und Holzarbeiten, natürlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt sein. Einschränkend fügte Bürgermeister Ekkehard Hojer (CBB) hinzu: "Ramschartikel und Klamotten haben auf dem Weihnachtsmarkt nichts verloren."


Holzbuden bevorzugt

Die Wirksamkeit des einstimmigen Beschlusses des Stadtrates setzt noch formal die Anhörung verschiedener Behörden voraus. Für ein neues Weihnachtsambiente sorgt auch, dass auf dem Marktplatz diesmal fast ausschließlich Holzbuden zum Einsatz kommen. Zehn davon wurden angemietet, diese sind bereits vergeben.
Um ein neues Konzept für einen weiteren Archivraum im Rathaus ging in einem weiteren Tagesordnungspunkt. Da die Archivkapazitäten im Baunacher Rathaus nahezu ausgeschöpft sind, will die Stadt nun über den Einbau eines weiteren Archivs im Bereich des früheren Bauhofs im Erdgeschoss nachdenken. Ein Nachteil wäre zwar, dass ein Garagenparkplatz wegfallen würde, dafür hätten rund 120 Meter Akten, die erhalten bleiben müssen, Platz. Architekt Gerhard Schlereth stellte dem Stadtrat das Konzept vor. Der neue Archivraum würde rund 20 Quadratmeter umfassen und mit Lagerregalen sowie einem Tisch ausgestattet sein. Im Zuge der Umbaumaßnahmen müsse der Estrich ausgetauscht werden, um den Feuchtigkeitsschutz zu gewährleisten. Ebenso würden die Glasbausteine zugemauert.
Inklusive dem Einbau einer Heizung stehen Kosten von 20 000 Euro im Raum, die über eine Erhöhung der Rathausmiete an die Verwaltungsgemeinschaft umgelegt werden könnte. Ebenso sei die VG für die Einrichtung zuständig, erläuterte der Bürgermeister. Der Stadtrat beschloss einstimmig, dieses Konzept verwirklichen zu wollen, notwendig ist zuvor noch die Prüfung der Statik. Endgültig verabschiedet werden kann das Projekt in der nächsten Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft Baunach.


Fußball auf Kunstrasen

Erfreuliches hatte Ekkehard Hojer in seinem Kurzbericht parat. So wurde das neue Kunstrasenspielfeld am Sportplatz des 1. FC Baunach bereits zum Teil abgenommen. Mitte September sollte bereits das erste Spiel auf dem Kunstrasen stattfinden.
In einem weiteren Tagesordnungspunkt trat die Stadt für 4000 Euro eine Fläche von rund 3000 Quadratmeter an das Staatliche Bauamt Bamberg ab - diese wird als Ausgleichsfläche im Rahmen der Sanierung der Brücken südlich von Baunach benötigt.