Petrus war den Zentbechhofenern am Wochenende nicht gnädig gestimmt, und so verlegte man wegen des Regens das Sommerkonzert der Blaskapelle kurzerhand in die Kirche.
Dem Klang tat dies keinen Abbruch. Im Gegenteil, schon bei den ersten Akkorden der Vorgruppe Bloß Blech kam der natürliche Hall der Kirche zur Geltung, der vor allem in den Trios der beiden Märsche Salomonia und Kaiserin Sissi die Kantilenen der Tenorhörner mit Flügelhorn und Trompete verschmelzen ließ. Zufällig hatte die Gruppe mit dem Kanon Bruder Jakob auch ein Lied kirchlichen Ursprungs im Programm, das durch die solistische Tuba ein echter "Hinhörer" wurde.
Auch die Zentbechhofener unter der Leitung von Dirigent Gerhard Geuder konnten den Hall der Kirche nutzen. Polkas und Märsche klangen voll und weich, am besten passte die Akustik wohl zum Dorfglockenwalzer, den man mit seinen "glockigen" Einwürfen noch nie so gehört hatte, heißt es in einem Pressebericht der Kapelle. Von den konzertanten Stücken beeindruckte wohl am meisten der Lion of Ireland, ein Werk mit den für Irland typischen Melodien im 6/8-Rhythmus. Auch eine Hommage an den im vorletzten Jahr verstorbenen Udo Jürgens stand auf dem Programm.
Die trotz des schlechten Wetters zahlreich erschienenen Zuhörer geizten nicht mit Applaus und genossen sichtlich dieses außergewöhnliche Konzert. red