von unserem Mitarbeiter Dieter Grams

Stegaurach — Auf der Tagesordnung des Stegauracher Gemeinderats standen eine Reihe von von Punkten, die bereits den Ausschuss für Umwelt und Verkehr passiert hatten. Anders als der Bauausschuss kann dieses Gremium jedoch keine Beschlüsse fassen, so dass sich der Rat in seiner Gesamtheit mit den verkehrstechnischen Themen auseinander setzen musste.
Eine vermeidbare Belastung, so die Meinung von Zweitem Bürgermeister Bernd Fricke (Bündnis 90/Die Grünen). Er schlug vor, den Ausschuss in Sachen Verkehr beschlussfähig zu machen. Ausdiskutiert wurde der Vorschlag nicht.
Die Versammlung folgte weitestgehend den Empfehlungen des Ausschusses. So will man nach wie vor an dem Bau eines Weges im Bereich des Buswartehäuschens im Ortsteil Hartlanden festhalten. Dies sei eine absolut sinnvolle Maßnahme, um den Schulweg sicherer zu machen, so der einhellige Tenor des Gremiums. Ohne weiteres umsetzen lässt sich dieses Vorhaben jedoch nicht, wie Erster Bürgermeister Thilo Wagner (Freie Wähler-Freie Liste) bekannt gab. Es sei notwendig, eine Teilfläche an Grund und Boden zu erwerben, die der Eigner allerdings nicht abgeben wolle. Es handelt sich um eine Fläche von vier Metern.
"Der Weg gehört da hin", bekräftigte Rat Matthäus Metzner (FW-FL) die allgemeine Auffassung. Die Haltung des Eigners bezeichnete er als "schwach".
In der Folge wird es einen Ortstermin durch den Bauausschuss geben. Außerdem wurde Wagner beauftragt, erneut in Verhandlungen wegen des Grunderwerbs einzusteigen. Die folgenden Punkte hatten ausnahmslos mit der Wildensorger Straße zu tun, die sich mit der Zeit zu einem Nadelöhr entwickelt hat. "Da kommen auch Rettungsfahrzeuge bei der gegenwärtigen Parksituation trotz Blaulicht und Martinshorn manchmal nicht mehr durch. Das kann so nicht bleiben", so Wagner.
Geplant ist hier die Ausweisung von Parkflächen rechts und links der Straße, die allerdings nicht einfach und willkürlich festgelegt werden sollen, sondern erst nach Gesprächen mit den Anwohnern. "Das Landratsamt befürwortet die Einrichtung von Halteverbotszonen", so Wagner. Der Gemeinderat tut das auch.
Der Antrag aus dem Kreis der Bürgerschaft, die vorfahrtsregelnden Verkehrszeichen im Bereich "Wildensorger Straße/Haseneggern" abzubauen wurde zurückgestellt, bis die Gespräche stattgefunden haben.
Der damit zusammenhängende Umbau der Einmündungsbereiche "Haseneggern/Tränkseeweg" und "Haseneggern/Reiherweg" würde umfangreiche Bauarbeiten bedeuten. An den Kosten hätten sich dann auch die Anlieger zu beteiligen. Der Verkehrsausschuss hatte daher empfohlen, den Umbauantrag abzulehnen.

Bündelausschreibung

Stegaurach wird sich an der Bündelausschreibung des Bayerischen Gemeindetages für die kommunale Strombeschaffung beteiligen. Die Ausschreibung umfasst ein Zeitfenster von drei Jahren: 2017 bis 2019. "Diese Bündelpreise sind deutlich günstiger als die in isoliert abgeschlossenen Verträgen", so Fricke. Der Gemeinderat votierte einstimmig für Ökostrom.