von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Heßdorf — Einen Verlust von knapp 297 000 Euro hat der Zweckverband zur Wasserversorgung der Seebachgruppe 2013 eingefahren. Das erfuhren die Verbandsräte, als Verbandsvorsitzender Bernhard Seeberger (FW) den vom Steuerbüro Röhrig erstellten Jahresabschluss präsentierte.
Wie Seeberger erläuterte, habe sich durch die Auflösung der Baukostenzuschüsse aus dem Anschluss des Marktes Weisendorf in den Jahren 1990/1991 die Ertragssituation verschlechtert. Zudem sei das Jahresergebnis auch durch einen erhöhten Unterhaltsaufwand beeinflusst worden. Die Wasserpreiserhöhung zum 1. Januar 2014 erweise sich vor diesem Hintergrund als richtig, denn es werde mit Mehreinnahmen von rund 225 000 Euro gerechnet. Nach Aussage des Verbandsvorsitzenden liegt auch der festgestellte Reinwasserverlust mit 3,8 Prozent im absoluten Toleranzbereich.

Ein Bericht ist entbehrlich

Im weiteren Sitzungsverlauf wurden die Abweichungen vom Entwurf ohne Diskussion genehmigt und die Verbandsräte entlastet. Auch dem Ergebnis der Jahresrechnung 2014 und den dazugehörigen Haushaltsüberschreitungen wurde ohne Diskussion zugestimmt. Nach Auffassung des amtierenden Kämmerers Peter Döckinger ist ein Rechenschaftsbericht zur Jahresrechnung 2014 entbehrlich, da das Haushaltsvolumen mit 1,5 Millionen Euro im Vermögens- und Verwaltungshaushalt überschaubar gewesen sei.
Bei der Vorstellung des aktuellen Haushalts bedauerte der Vorsitzende die eingetretene Entwicklung in der Finanzverwaltung der VG mit dem Wechsel des Kämmerers vor einigen Monaten. Erhebliche Bearbeitungsdefizite bestünden deswegen zum Beispiel bei der Neukalkulation der Herstellungsbeiträge.
"So hatte der vorhergehende Kämmerer bei der Sitzung am 7. April 2014 davon gesprochen, dass die Neukalkulation der Herstellungsbeiträge bereits damals von der Finanzverwaltung bearbeitet wurde und zur abschließenden Erledigung nur noch einige Zahlen und Daten zu erfassen sind. Dies ist aber unrichtig", erklärte der Verbandsvorsitzende. Eine Beitrags- und Gebührenbedarfsberechnung habe wegen fehlender Grundlagenermittlungen in Form von Anlagenachweisen sowie dem Fehlen einer Excel-Tabelle mit allen Bezugsflächen (Grundstücks- und Geschossflächen) im Verbandsgebiet noch nicht durchgeführt werden können.

Beitragsrecht überarbeiten

Döckinger wies noch darauf hin, dass das AKDB-Verfahren zum Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen sehr schwerfällig zu handhaben sei. Er sei bei seiner früheren Tätigkeit sehr gut mit dem HKR-EDV-Programm der Firma C.I.P zurechtgekommen. Außerdem müsse in der VG das Beitrags- und Gebührenrecht dringend überarbeitet werden. Bereits 2013 seien keine Abschreibungen und Zinsen mehr gebucht worden.
Döckinger kritisierte auch bei der Besprechung verschiedener Haushaltsstellen, dass es der vorhergehende Kämmerer mit der Zuordnung der Baumaßnahmen nicht sehr genau genommen habe.
Zum Abschluss der Sitzung stellte sich der neue Wassermeister Sebastian Pol vor und erläuterte seinen beruflichen Werdegang.