Erst vor kurzem hat der Adelsdorfer Gemeinderat mit Auflagen einem Bauvorhaben in Aisch zugestimmt, das im dortigen Wasserschutzgebiet liegt. Nun hatte der Bauausschuss eine Bauvoranfrage für drei Wohnhäuser in Uttstadt zu behandeln, wobei das Grundstück ebenfalls in der erweiterten Schutzzone liegt und am Rande der Überschwemmungslinie.
Der Bauwerber gab gleich an, dass er keine Keller bauen wolle und Schutzauflagen in Kauf nähme. Ein anderes Bauvorhaben auf dem gleichen Grundstück war 2007 vom Landratsamt abgelehnt worden. Die Diskussion im Ausschuss beleuchtete das Spannungsfeld "Bauen in Uttstadt" und "hinreichender Schutz des Trinkwassers". "Einer fängt an, dann kommen andere", befürchtet Sabina König von den Grünen, die der Wassersicherheit oberste Priorität einräumt.
Norbert Birkner (FW) hingegen sieht die Ursachen für Wasserprobleme in der Düngung von landwirtschaftlichen Flächen. Auch für die CSU, so Andreas Maier, steht der Wasserschutz obenan. Er erinnerte an die strikten Auflagen für den Tannenweg in Aisch. "Aber in Uttstadt überhaupt niemanden mehr bauen lassen?", fragte er in die Runde. Der kleine Ortsteil liegt überwiegend in der Wasserschutzzone bzw. im Überschwemmungsgebiet der Aisch. Erwin Bergner (FW) plädierte im vorliegenden Fall für das Vorhaben, denn das unbebaute Grundstück liegt zwischen schon bebauten und würde den Ort abrunden. Gegen eine Stimme folgte der Ausschuss seiner Meinung.


Villa Kunterbunt wird erweitert

Keine Diskussion gab es wegen des Bauantrags für die Erweiterung der Kita Villa Kunterbunt. Er musste eilends auf den Weg gebracht werden, damit die Kommune einen Zuschuss in Höhe von 250 000 Euro erhält. Die bestehende Einrichtung vor dem Schulgelände wird um einen Krippentrakt für zwei Gruppen inklusive Schlafräume erweitert. Der zweite neue Bauteil bietet Platz für drei Kindergartengruppen. Insgesamt beträgt die Nutzfläche 587 Quadratmeter ohne die zwei Außenspielflächen. Der Finanzausschuss, der gleich anschließend tagte, vergab die weiteren Planungsleistungen an das schon in Adelsdorf tätige Architekturbüro Gumbrecht.
Er billigte zudem die Nachträge beim Ausbau des Kindergartens Villa Sonnenschein, der im ehemaligen Chemietrakt der Schule eingerichtet wurde. Insgesamt ist die Baumaßnahme im Kostenrahmen geblieben, bestätigte Kämmerer Christian Jakobs. Aber die Unwägbarkeiten eines Umbaus führten teils zu Kostenmehrungen, teils zu Einsparungen.
Informationssicherheit und Datenschutz sind wichtige Themen für die öffentliche Verwaltung. Aufgrund des Bayerischen E-Government-Gesetzes ist Adelsdorf in den Isis-12-Prozess eingestiegen. Wesentliches Ziel des zwölfstufigen Verfahrens ist dabei der Schutz von Daten vor Zerstörung, Enthüllung oder Modifizierung. Das Ziel ist eine für drei Jahre gültige Zertifizierung. Zu den Kosten erhält Adelsdorf einen hälftigen staatlichen Zuschuss.