von unserem Mitarbeiter herbert fischer

Mitwitz — Erleichtert verließen die zahlreichen Bürger aus dem Gemeindeteil Kaltenbrunn den Sitzungssaal im Rathaus Mitwitz bei der Sitzung des Marktgemeinderates am Dienstagabend. Grund für ihr Kommen war der Tagesordnungspunkt "Wasserrecht am Dorfbrunnen Kaltenbrunn".
Erster Bürgermeister Hans-Peter Laschka ging kurz auf die Befürchtungen der Kaltenbrunner Einwohner ein, die glaubten, dass mit dem im Raum gestandenen Verkauf eines Fischteichs auch ihr Wasserrecht am Dorfbrunnen erlischt. Dies, so der Bürgermeister sei aber nicht der Fall. Jeder Kaltenbrunner Bürger habe weiterhin die Möglichkeit, auf Grund des Schöpfrechtes Wasser zu entnehmen.
Allerdings soll in einer Informationsveranstaltung in Kaltenbrunn, zusammen mit den Fachbehörden, noch geklärt werden, ob eine Wasserentnahme auch mit kleinen Pumpen erlaubt ist. Der Bürgermeister betonte auch, dass niemand daran denke, den Kaltenbrunner Dorfbrunnen zu verkaufen.
Bei den Bürgerfragen brachte Gerard Frank erneut die seiner Meinung nach unerlaubten privaten Feuerwerke in Mitwitz zur Sprache. Hierzu trug er eine Verordnung des Innenministeriums der Bundesregierung vor, sowie Gerichtsurteile. Bürgermeister Hans-Peter Laschka sicherte ihm eine Überprüfung seiner Klage zu.
Als neuen Termin für den Festkommers "750 Jahre Mitwitz" im Weißen Saal des Wasserschlosses nannte Laschka Freitag, 27. Mai 2016. Hierbei soll auch die Festschrift für das Gemeindejubiläum vorgestellt werden.
Bestätigt durch den Marktgemeinderat wurde der wiedergewählte stellvertretende Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Mitwitz, Wolfgang Wenzel.

Förderung für den Kindergarten

Breiten Rahmen nahm in der Sitzung der Tagesordnungspunkt "Vollzug des Bayerischen Kinderbildungs-, und betreuungsgesetzes, Qualitätsbonus plus" ein. Hierzu informierte Pfarrer Burkhard Sachs von der evangelischen Kirchengemeinde Mitwitz den Marktgemeinderat ausführlich, was das neue Gesetz für positive Auswirkungen für die personelle Besetzung des Mitwitzer Kindergartens hat. Er bat deshalb den Marktgemeinderat, dem Qualitätsbonus plus zuzustimmen, auch wenn dies mit einer zusätzlichen Förderung von jährlich rund 12 000 Euro verbunden ist. Den gleichen Betrag erhält man vom Freistaat Bayern als Förderung.
Dies gelte allerdings vorerst rückwirkend ab dem 1. Januar 2015 für die Kindergartenjahre 2015 und 2016.
Bürgermeister Hans-Peter Laschka ergänzte, dass die jährliche Bezuschussung der Marktgemeinde für die Personalkosten des Kindergartens bei rund 205 000 Euro liegt. Nach kurzer Diskussion beschloss der Marktgemeinderat einstimmig, die zusätzlichen Kosten zu übernehmen.
Bürgermeister Laschka brachte den Wunsch zur Sprache, dass damit auch die Öffnungszeiten des Kindergartens familienfreundlicher werden sollten.
Für die geplante Erstellung einer neuen Homepage im Internet für den Markt Mitwitz, die nach den Worten des Bürgermeisters moderner gestaltet werden soll, habe man zwei Angebote vorliegen. Näheres soll in der nächsten nichtöffentlichen Sitzung besprochen werden.