"Ja ist denn schon Weihnachten?", mag sich der eine oder andere Zuhörer gedacht haben, als in der Sitzung des Marktgemeinderates der Tagesordnungspunkt "Neukalkulation der Wasserverbrauchsgebühren" aufgerufen wurde. Jeder, der regelmäßig Gemeinderatssitzungen besucht, weiß, dass das nur eine Erhöhung bedeuten kann - doch die Verwaltung schlug eine Senkung des Wasserpreises um sieben Cent vor. Ein Kubikmeter Wasser kostet damit ab Januar 2016 nur noch 1,52 Euro. Keine Frage, dass alle Mitglieder des Marktgemeinderates gerne zustimmten.


"Gutes Zeichen"

Bürgermeister Matthias Klement (CSU) rechnete detailliert vor, wie es zu dieser Gebührensenkung kommt: Der bisherige dreijährige Kalkulationszeitraum läuft zum Jahresende aus, sodass die Gebühren nun neu berechnet werden müssen. Aus der Nachkalkulation für 2013 bis 2015 könne ersehen werden, dass das anfangs übernommene Defizit in Höhe von 193 000 Euro nahezu abgetragen worden sei. 2014 gab es einen Überschuss von 64 000 Euro, 2015 von 59 000 Euro. In das Jahr 2016 ist noch ein Defizit von 27 000 Euro zu übernehmen.
Die Kosten für die im Bau befindliche Wasserleitung nach Volkershausen dürfen erst ab 2018 in die Kalkulation des Wasserpreises mit eingerechnet werden. Deshalb wurde nun eine zweijährige Kalkulation für 2016 und 2017 erstellt. Ab 2018 werde der Wasserpreis dann wieder steigen, auf etwa 1,60 bis 1,65 Euro meinte der Bürgermeister auf eine Frage von Achim Bieber (Bürgerblock Poppenlauer). Es sei nicht möglich, auf die Senkung zu verzichten, betonte Klement mit Verweis auf das Kommunalabgabengesetz. Das sei auch "ein gutes Zeichen an die Bürger, dass es auch anders geht".