Mit erheblichen Behinderungen müssen die Wiesendorfer rechnen, wenn in ihrem kleinen Ort ab Ende Mai eine neue Wasserleitung verlegt wird. Darüber informierten am Donnerstag Adelsdorfs Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) zusammen mit Bauingenieur Thomas Wolff die Anwohner. Wolff erklärte die anstehenden Baumaßnahmen.
Ab 23. Mai werden eine Woche lang Probeuntersuchungen durchgeführt. Dann geht es los mit dem Verlegen der Wasserleitung. Bis ungefähr 8. Juli wird die Straße halbseitig gesperrt. Eine Woche lang - ein genauer Termin steht noch nicht fest - wird die kleine Brücke im Ort gesperrt, denn darunter werden Rohrleitungen verlegt. In dieser Zeit muss der gesamte Verkehr umgeleitet werden.


Bis zu vier Stunden ohne Wasser

Die alte Wasserleitung bleibt so lange bestehen, bis die neue einsatzfähig ist. Stück für Stück werden dann die Häuser, zwei bis vier am Tag, an die neue Ringleitung angeschlossen. Das bedeutet für die Anwohner aber nur eine wasserlose Zeit von zwei bis vier Stunden. Die ursprünglich angedachte Wasserversorgung von Wiesendorf mit einem Tankwagen ist wegen des Wechsels zu einer anderen Firma nicht mehr nötig.
Wassermeister Hans-Josef Schockel meldet sich persönlich bei jedem der 25 Häuser in Wiesendorf für die Arbeiten zum Anschließen an die neue Leitung an. Wichtig ist es allerdings, dass in jedem Haus ein Druckminderer installiert ist, der den Druck des ankommenden Wassers von 7,5 bar auf einen Druck von 3,5 bar mindert. Wer sich nicht sicher ist, ob der eventuell schon vorhandene Druckminderer ausreicht und noch in Ordnung ist, soll sich laut Wolff an einen Installateur wenden und diesen die Anlage kontrollieren lassen. Die Einbauzeit für einen Druckminderer beträgt in der Regel eine Stunde.


Gemeinde zahlt Druckminderer

Die Gemeinde übernimmt die anfallenden Kosten hierfür bis zu einem Betrag von 200 Euro. Der Druckminderer befindet sich immer nach der Wasseruhr und liegt im persönlichen Bereich des Hausbesitzers.
Nach dem Verlegen der Ringleitung erfolgt das Verlegen der Oberleitungen unter die Erde. Dies erfolgt im Juli und dauert etwa zwei bis drei Wochen. Anschließend wird im August die Straße geprüft, eventuelle Flickarbeiten werden ausgeführt und die Decke erneuert. Dieser Bauabschnitt wurde absichtlich in die Ferienzeit verlegt. So gebe es keine Probleme mit dem Schulbus.
Bauingenieur Thomas Wolff versprach, jeden Donnerstag um 13 Uhr zur Bauberatung auf die Baustelle zu kommen. Anwohner könnten ihm eventuelle Probleme jeweils vorab unter Telefon 09195/9432144 mitteilen.