Buch — Die Neu- und Umgestaltung des alten Friedhofs im unmittelbaren Kirchenumfeld war das bestimmende Thema in der Bürgerversammlung, die im Mehrzweckgebäude in Buch (Gemeinde Theres) stattfand. Hierzu hatte Bürgermeister Matthias Schneider (CSU) den ehemaligen Kreisfachberater des Landkreises Haßberge Heinz Müller eingeladen, der sich nun auf die Neugestaltung von Friedhöfen spezialisiert hat.
Bereits im letzten Jahr hatte Müller in einem Informationsabend die Bucher Bürger für dieses spezielle Thema sensibilisiert und ihnen dabei die verschiedenen Möglichkeiten der Urnengrabgestaltung und Umgestaltungsmöglichkeiten des alten Friedhofs aufgezeigt.

"Sorgfalt und Behutsamkeit"

Nach der Veranstaltung hatte sich ein Arbeitskreis mit dem ehemaligen Gemeinderatsmitglied Reinhold Ort an der Spitze gebildet und sich diesem Thema angenommen. Nun konnte den interessierten Bürgern das Ergebnis deren Arbeit präsentiert werden. "Wir sind dieses sensible Thema mit viel Sorgfalt und Behutsamkeit angegangen", äußerte Müller bei der Vorstellung der möglichen Neugestaltungsmaßnahmen und meinte weiter, dass man zuerst das unmittelbare Kirchenumfeld für die Möglichkeiten der Urnenbestattung in Angriff nehmen und sich später um den alten, bestehenden Friedhof kümmern sollte. Weiter erklärte er, dass die bisher in vielen Friedhöfen übliche Urnenwand- oder Stelenbestattung in Zukunft keine Rolle mehr spielen sollte, da hier nach Ablauf der Liegezeiten für die Gemeinden Probleme aufträten, was anschließend mit der Urne geschehen soll.
Vielmehr argumentierte Müller dafür, dass die Urnen, die heute zum größten Teil alle aus verrottbarem Material bestehen, wie bei einer Beerdigung üblich, auch als Erdbestattung in ein dafür vorgesehenes Grab gegeben werden sollten.
Diese Gräber könnten in Buch aufgrund des Platzangebotes sehr mannigfaltig und abwechslungsreich gestaltet werden. Angefangen von Grabplätzen vor einer Natursteinwand mit Grabschildern, über Urnengräber mit Grabstein und einer kleiner Pflegefläche bis hin zu einer "Memoriam-Grabstätte", die eventuell von professionellen Grabpflegern übernommen werden könnte, oder gar einem Friedwald ähnlichem, anonymen Grabfeld. In Buch müsste hierfür der bestehende Weg verlegt und neu gestaltet werden. Müller regte weiter an, dann auch die Ausstattung des Friedhofs wie die Wasserentnahme- oder Abfallstellen neu anzulegen. Außerdem sollten alte Grabdenkmäler nicht vergessen, sondern eventuell in einer Mauer mit eingebracht und Ruhebänke aufgestellt werden. csb