Coburg — Sie ist nur fünf bis sechs Millimeter groß, extrem vermehrungsfreudig und entwickelt einen beängstigenden Heißhunger auf reifendes Obst. Befallen wird so ziemlich alles, was weichschalig und erntereif ist und eigentlich unversehrt in die Erntekörbe gelangen sollte.
Drosophila suzukii oder Kirsch essigfliege ist das neue Schreckgespenst der Obstanbauer. Auch in den Hausgärten des Coburger Landes macht sich die kleine Fliege zunehmend breit und sorgt für Ärger.
Erstnachweise gab es bereits 2011 im Bodenseeraum. Durch die langen Winter 2012 und 2013 hielten sich die Schäden noch in Grenzen. Im Obstbau trat der Schädling dann 2014 bereits ab Anfang Mai bei Süßkirschen massenhaft auf. Rasch breitete sich die Kirschessigfliege in Folge auch auf Sauerkirschen und Johannisbeeren aus. Der Befall stieg im Laufe des Sommers besonders in Kulturen, die nicht rechtzeitig abgeerntet wurden, signifikant an und bereitet aktuell zunehmend vor allem auch in Hausgärten Kopfzerbrechen.
Dem Thema Kirschessigfliege widmet sich einer Pressemitteilung zufolge die Bachelorarbeit von Stephanie Raab, Gartenbau Studentin an der FH Weihenstephan. Sie wird unterstützt von der Siftung Gartenkultur "Wolfram Lind" und wird zurzeit am Obstlehrgarten des Kreisverbandes Coburg für Gartenkultur und Landespflege durchgeführt.
Im Rahmen der wissenschaftlichen Kooperation des Kreisverbandes mit der FH Weihenstephan sei dies bereits die zweite Bachelorarbeit im Kontext des 2006 erstellten Lehrgartens, teilt Kreisfachberater Thomas Neder mit. red