Architekt Sebastian Gärber vom Architekturbüro Paptistella informierte den Marktgemeinderat über die Umfeldgestaltung des Schulgebäudes nach Umbau und Neubau. Zwischen Schule und Rathaus soll ein großer Parkplatz entstehen, der an der Kirchweih für die Fahrgeschäfte (Autoscooter) genutzt werden könne. In diesem Bereich sei noch eine Pflanzfläche geplant. Die Bushaltestelle bliebe wie bisher an der Grabenstraße, mit einem Fußweg in Richtung Eingang Schule.
Der Haupteingang ist nach den Ausführungen des Architekten in der Schulstraße vorgesehen. Die Zugänge sind gleich groß dimensioniert. Ein Grünstreifen mit einzelnen Baumpflanzungen ist beim Haupteingang in der Schulstraße geplant. Im Mittelbereich soll eine Pflasterfläche entstehen, welche den Gehweg verbreitert. Hier ist noch eine Sitzbank vorgesehen. Der Pausenhof mit Nebeneingang bleibt größtenteils in seiner bisherigen Form erhalten, der Innenhof wird gepflastert. Die Bepflanzung im Innenhof soll nach den Fassadenarbeiten neu angelegt werden. Neben geometrischen Pflanzflächen werden hier Sitzgelegenheiten neu aufgestellt. Hier gibt es noch Platz für einen Fahrradunterstand. Der Zugang zum Nebeneingang wird mit einer Einzäunung zwischen der Schule und dem ehemaligen Bauhof gesichert. In diesem Areal gibt es in Absprache mit der Schule noch Platz für verschiedene Themenbereiche.
Einig über die Planungen war sich der Marktgemeinderat nicht. Neben Reaktionen wie "Klasse-Entwurf" gab es auch Kritikpunkte. Darunter, dass der Haupteingang in der Schulstraße so nicht geeignet sei, weil mit erhöhtem Autoverkehr zu rechnen sei. Bei einem Abriss der sogenannten Beringer-Halle können dieses Areal in die Planung mit einbezogen werden, kam ein Vorschlag. Die geplante Einzäunung schränke den Durchgang zur Feuerwehr ein, wurde moniert.
Grundsätzlich bestand aber Einverständnis mit dem Entwurf. Mit fünf Gegenstimmen beschloss das Gremium, dass die Einzäunung wegen des Durchgangs der Feuerwehr nach Süden verlegt wird. Eine Verbreiterung des Gehsteigs in der Schulstraße wird in die Planung mit aufgenommen. Über den Abbruch oder den Erhalt der alten "Beringer-Halle" wird separat entschieden.
Weiter ging es mit der Vorplanung von Bauvorhaben, die noch in den Anfängen stecken. Beim vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Ärztehaus mit Apotheke" unterstrich Bürgermeister Bruno Kellner (VU) die Wertigkeit dieses Vorhabens für die Gemeinde. Deshalb solle das Planungsrecht so schnell wie möglich verwirklicht werden. Diplom-Ingenieur Frank Schönfelder von der Planungsgruppe Strunz erklärte, dass nach beschlossenem Entwurf die öffentliche Auslegung erfolgen könne. Der Flächennutzungsplan könne später berichtigt werden.


Zufahrt über Kreisstraße

Die Zufahrt zu dem Ärztehaus erfolgt über die Kreisstraße. Entstehen soll ein L-artiges Gebäude mit ausreichend Parkflächen und einer Krankenwagenzufahrt. Über die Dachform gibt es noch keine endgültige Entscheidung. Nach Süden ist eine Randeingrünung vorgesehen. Außerdem sind einige Baumpflanzungen zwischen den Stellplätzen geplant. Einstimmig gab der Marktgemeinderat grünes Licht.
Die gewünschte Ansiedlung eines Bürogebäudes war der Anlass für den Aufstellungsbeschluss "Ebinger Straße/Alter Bahnhof". Hier war das Gremium der Meinung, dass als Maßnahme der Innenentwicklung die gesamte Fläche als Mischgebiet überplant werden solle. Diskutiert wurde die Frage, ob das Regenrückhaltebecken ausreicht. Das soll noch überprüft werden. Geschlossen stimmte der Marktgemeinderat dem Vorhaben zu.


Weitere Halle gewünscht

Der Eigentümer des Monsterparks will auf seinem Grundstück eine weitere Halle bauen. Frank Schönfelder erklärte, dass dieses Vorhaben auch immissionsschutzrechtlich unbedenklich sei. Mit drei Gegenstimmen wurde die 1. Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes "Sondergebiet Monsterpark" verabschiedet. Im Gegenzug erwartet der Marktgemeinderat, dass der Grünordnungsplan umgesetzt wird. Das würde die Sicht auf das Ortsbild von Süden deutlich verbessern, war man der Meinung.