Burgkunstadt — Zum Tag des offenen Denkmals zeigte das Deutsche Schustermuseum eine Sonderausstellung zum Veranstaltungsmotto "Handwerk, Technik, Industrie". Die Museumsmitarbeiter freuten sich sehr über den regen Zuspruch, immerhin fanden fast 80 Besucher den Weg ins Museum am Marktplatz.
Die Exponate der ortsansässigen Firmen verbleiben noch bis Ende September und können während der Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden. Das Motto der Ausstellung könnte durchaus auch die Lehrkräfte der Schulen inspirieren, sich mit ihren Schülern auf eine Geschichtsexkursion über alte Handwerkskünste zu machen. Gezeigt werden Werkzeuge, wie sie früher beim "Ranga-Wounger" verwendet wurden, um neben Wagen und Wagenrädern auch Schlitten und spezielles Zubehör für die einheimischen Schuhfabriken in Handarbeit herzustellen. Der "Wounger" stellte aber nicht nur Wagen und Karren her, sondern auch landwirtschaftliche Geräte aller Art. Die Firma Konrad Weber und Sohn hat zahlreiche Ausstellungsstücke zur Verfügung gestellt und die alten Handwerke anschaulich beschrieben.
In die Geschichte führen auch die Exponate der Konditorei Besold zurück, hier sind Modeln (Formen) zu bewundern, mit denen früher Springerle oder Lebkuchen geformt wurden. Auch eine alte Bonbon-Schneidewalze und viele andere Gebrauchsartikel aus Omas Backstube sind dort ausgestellt. Daneben können alle Interessierten in der historischen Schusterstube einen Blick in das altehrwürdige Schusterhandwerk werfen.
Das Schustermuseum ist bis zum 30. September Mittwoch bis Freitag von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 12 Uhr geöffnet.
Sonderführungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten können mit den Museumskräften unter Telefonnummer 09572/4703 oder mit dem Fremdenverkehrsamt der Stadt unter Telefonnummer 09572/38813 vereinbart werden. koh