Bunte Blumen und gut gelaunte Osterhasen versprachen die Plakate, die zum Konzertbesuch einluden und ein buntes Programm war es, das von Bach bis Adele reichte. Ein weites Spektrum an unterschiedlichen Titeln präsentierten Schüler des Meranier-Gymnasiums in ihrem Frühjahrskonzert. Das gut gelaunte Publikum in der zum Konzertsaal umdekorierten Schulturnhalle belohnte sie dafür mit langanhaltendem Applaus.
Großes Können war es, was die Abiturienten zeigten - denn immer wieder durften sie durch solistische Einlagen beweisen, zu welchen Fertigkeiten sie es in den vergangenen Jahren gebracht hatten. Hervorzuheben sind die virtuose Querflötistin Eva Murmann, die von Bach bis Pop die Variabilität ihrer Künste und ihres Instruments zeigte. An den Geigen stellten Sandra Hollfelder und der ein Jahr jüngere Simon Förner ihr Talent unter Beweis, Jule Pfaff überzeugte mit dem eigens von ihr für das Orchester arrangierten Stück "Secrets". In der Bigband war es die erstaunlich reife Stimme von Marie Kestel, die das Publikum mitriss. Immer wieder zeigte auch Janina-Louis Werner ihre vielen Talente, beispielsweise durch das von ihr eingangs arrangierte Medley "Final Song", in dem sie unterschiedliche populäre Titel aus dem Gegenwartspop miteinander geschickt verwob. Dass es ein gelungener Abend werden konnte, ist sicher auch der neu angeschafften Soundanlage zu verdanken. Diese und das geschulte Technikteam der Schule trugen dazu bei, die Stimmung bis in den letzten Winkel der Turnhalle zu übertragen. Davon profitierte beispielsweise der Unterstufenchor, geleitet von Michael Ebert, dessen Leistung nun besonders voll klang.


Zwischen Funk und Swing

Der Mittel- und Oberstufenchor (Leitung: Michael Ebert) versetzte seine Zuhörer zunächst in die 60er Jahre mit dem "Shoop Shoop Song" und dem Beach- Boys-Titel "California Dreaming". Gänsehaut erzeugte aber vor allem die Darbietung von Enyas "Only Time", dem Song, der wohl unweigerlich an die Terroranschläge vom 11. September 2001 erinnern musste. Die von Iris Arnal geleitete Bigband bewies als nächstes, wie Schulmusik begeistern kann. Titel zwischen Swing ("Jada", "In the Mood)" und Funk ("I want you back", "I feel good"), die die Professionalität vieler Musiker, ihr präzises rhythmisches Zusammenspiel und ihre dynamische Bandbreite zeigten, elektrisierten das Publikum so, dass es sich schon vor der Pause zu Zugabe-Rufen hinreißen ließ.
Nicht nur die "arrivierten" Künstler aus den höheren Klassen wie Jakob Bormann, Marco Rießner oder Anouk Machalke durften hier ihr Können mit Soloeinlagen unter Beweis stellen, immer wieder setzte sich auch der musikalische Nachwuchs in Szene, so unter anderem Gerda Huber und Shania Rießner.
Nach der Pause verzauberte das von Annette Krusenbaum geleitete Orchester und zeigte die Bandbreite dessen auf, was Orchesterarbeit an der Schule heute sein kann. Das Oberstufenensemble (Leitung Iris Arnal) präsentierte eine swingende Neuinterpretation des Eurythmics-Titels "Sweet Dreams". Es brachte die Halle in Stimmung für den Auftritt der Schulband "Maximal", die das Publikum in die 90er Jahre mitnahm. Der rockige Gesang von Fabienne Seelmann, die volle Stimme von Maximilian Stenglein, die geschmackvollen Gitarrensoli von Christian Fischer und das blitzsaubere Zusammenspiel der Band verbanden sich in den Titeln "Wind of Change" , "Life is a highway" und dem Song mit Ohrwurmqualität "Narcotic" zu einem mitreißenden Vortrag.
Den Abschluss der Veranstaltung bestritten alle Sänger der Schule gemeinsam mit Adeles "Rolling in the Deep" und dem Abba-Titel "Mamma mia", die mit langanhaltendem Applaus belohnt wurden. Die charmante Moderation von Ekaterini Nikiforou, Esther Schadt und Sarah Maheswaran trug ihren Teil zum Gelingen des Abends bei. red