Kulmbach — Wie kam es dazu, dass Franken im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen George Washington kämpften? Dieser Frage geht Detlev Kühl am Montag um 20.15 Uhr bei einem historischen Stammtisch der Freunde der Plassenburg in der Kommunbräu nach.
"Fränkische Subsidien-Truppen im Nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg" lautet der Titel des bebilderten Vortrags. Kühl befasst sich darin mit dem Engagement markgräflicher Truppen im amerikanischen "Revolutionary War" (1775 - 1783).
Am 1. Februar 1777 schloss Carl Alexander, der letzte Markgraf des Fürstentums Ansbach-Bayreuth, mit dem britischen König Georg III. einen Vertrag, in dem er sich gegen die Zahlung von jährlich 45 000 Talern verpflichtete, zwei Infanterieregimenter zu je 570 Mann, eine Jägerkompanie und eine Artillerieabteilung für den Kampf der Briten gegen die nach Unabhängigkeit strebenden nordamerikanischen Siedler bereitzustellen. Die fränkischen Soldaten waren zum Teil auf der Kulmbacher Plassenburg stationiert und ausgebildet worden. Tagebuchaufzeichnungen von Konrad Johann Döhla, eines Kriegsteilnehmers, berichten vom Schicksal des Kulmbach-Bayreuther Regiments. peil