von unserem Redaktionsmitglied 
Andreas Lösch

Goßmannsdorf — In Goßmannsdorf tut sich etwas. Und das nicht erst seit gestern: Die Männer und Frauen, die im April den Verein "Zukunftswerkstatt" gegründet haben (als Zusammenschluss gab es die Werkstatt schon über ein Jahr), sprühen nur so vor Ideen, wie sie ihren Heimatort voranbringen können. Und auch an Tatkraft fehlt es nicht: Derzeit gestalten freiwillige Helfer ein kleines Plätzen rund um ein Marterl inmitten des Dorfs.

Dorferneuerung spätestens 2016

Das ist nur eines von vielen Dingen, die die Zukunftswerkstatt in den kommenden Jahren umsetzen will. "Wir haben uns ja auch gegründet, um die Dorferneuerung voranzutreiben", erklärt Burkhard Mantel aus dem Vorstand der Zukunftswerkstatt, der 30 Mitglieder und alle örtlichen Verein angehören. Das Dorferneuerungsprogramm des Amtes für ländliche Entwicklung wird für Goßmannsdorf voraussichtlich im Jahr 2016 starten, "allerspätestens 2017", erklärt Mantel. Die Zeit bis dahin wollen die Goßmannsdorfer aber nicht einfach verstreichen lassen, sondern mit der Initiative Zukunftswerkstatt bereits erste Weichen stellen. "Auch, um zu klären, was wir wollen. Damit wir loslegen können." Michael Wüchner, ebenfalls Vorstandsmitglied, ergänzt: "Was wir halt jetzt machen, ist die Goßmannsdorfer Szene am Köcheln halten."
Die Vorsitzende des Vereins, Julitta Ott, erklärt, dass verschiedene Projekte in Planung sind, die alle das Ziel verfolgen, die Lebensqualität im ländlichen Raum zu erhöhen. Ob es kleinere Bauprojekte wie der neugestaltete Platz am Marterl oder Initiativen wie die "Nachbarschaftshilfe" sind: Wichtig sei, dass die Dorfgemeinschaft gestärkt wird und die Bürger des 780-Einwohner-Ortes spüren, dass ihre Heimat liebens- und lebenswert ist.

Hilfe für Senioren

Werner Kaffer, der die Nachbarschaftshilfe koordiniert, erklärt, dass es darum geht, für die Bürger da zu sein, die Hilfe brauchen. Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe, die am 12. Oktober starten soll, können zum Beispiel Senioren bitten, dass sie bei Einkäufen begleitet werden wollen. Auch regelmäßige Besuche bei älteren Mitbürgern sind angedacht. Senioren sollen laut Kaffer die Möglichkeit bekommen, im Ort zu bleiben. In fernerer Zukunft soll sogar betreutes Wohnen ermöglicht werden.
Schritt für Schritt wollen die Unterstützer der Zukunftswerkstatt nun ihre Pläne umsetzen und auch austesten, was möglich ist und was nicht. Nur eines wollen die Goßmannsdorfer nicht: Die Füße still halten und warten, bis die Dorferneuerung beginnt.