Schafhof — Die 18 aktiven Feuerwehrdienstleistenden und vier Feuerwehranwärter hatten im vergangenen Jahr keinen Einsatz zu verzeichnen. "Dafür standen die Aus- und Fortbildung im Vordergrund", sagte Kommandant Stephan Ehrsam bei der Hauptversammlung.
Unter anderem trafen sich die Schafhofer Nachbarwehren zu einem angenommenen Brand im Pferdestall in Hohenstein. "Dabei haben wir viele neue Erkenntnisse über den Feuerschutz bekommen", sagte der Kommandant. Das neue Saugrohr zum Befüllen von Güllefässern - das von den Wehrmänner selbst gebaut wurde - habe sich dabei gegenüber anderen Systemen bewährt. Der Kommandant bedauerte, dass sich mit einer neuen Pumpe noch nichts getan habe und wünscht sich in diesem Zusammenhang "mehr Ehrlichkeit" von der Gemeinde.
Die Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Sieglinde Müller, kündigte verschiedene Arbeiten am Gerätehaus an. Auch ein neues Balkongeländer ist in der Planung. Weiterhin möchte die Wehr die Kirchweih in Schafhof nicht sterben lassen. "Wir werden uns für ein kleines Fest mit dem Posaunenchor zusammentun", sagte Müller und nannte als Termin den 27. und 28. Juni. Da die Feuerwehr heuer Fleece-Jacken kaufen möchte, wurde im vergangen Jahr auf Anschaffungen verzichtet. Auch in den Spielplatz, wo jährlich das Dorffest stattfindet, werde der Feuerwehrverein investieren, sagte die Vorsitzende. Dieses alles könne der Verein nur durch die Einnahmen am Dorffest und durch die Vermietung des Raumes im Feuerwehrhaus sowie durch die Bewirtschaftung finanzieren.
"Wir können sehr stolz darauf sein, was wir jedes Jahr auf die Beine stellen und was wir daraus selbstständig anschaffen können" betonte die Vorsitzende. Der Feuerwehrverein Schafhof hat 41 Mitglieder - darunter sind zehn Passive, acht Fördermitglieder sowie drei Ehrenmitglieder.
Wolfgang Beyer - Kreisbrandinspektor und stellvertretender Bürgermeister - freute sich, dass die Wehr die Tradition der Kirchweih aufrecht erhalten möchte. Michael Stelzner