Gleich vierfach haben die evangelischen Christen in Höchstadt die Geburt Christi gefeiert: am Nachmittag in der herrlich geschmückten Christuskirche mit einem Familiengottesdienst, am Abend mit der traditionellen Waldweihnacht in Höchstadt Süd sowie zeitgleich einem Festgottesdienst in der Christuskirche und in der Nacht mit einer Christvesper, die vom Kirchenchor musikalisch gestaltet wurde.
Alle Gottesdienste waren außerordentlich gut besucht. Beim Familiengottesdienst, in dem der Kinderchor ein Singspiel vortrug, reichte selbst die Zusatzbestuhlung im angrenzenden Gemeinderaum nicht aus, allen Zuschauern einen Sitzplatz zu bieten.
Auch die Waldweihnacht war wieder sehr beliebt. Das milde Wetter und der helle Mondschein hatten es dieses Jahr vielen offenbar erleichtert, den Weg zur Waldlichtung in Höchstadt Süd zu finden. Mit den Klängen des Posaunenchors im Ohr und den leuchtenden Kerzen entlang des Weges zur Andachtstelle kamen Familien mit Oma, Opa, Kinderwagen und kleinen Kindern auf dem Arm oder an der Hand. Die besondere Atmosphäre auf der Waldlichtung sowie die Konzentration auf die wesentlichen Elemente der frohen Botschaft und der Verzicht auf jede Prachtdarstellung sprechen die Christen in Höchstadt scheinbar besonders an.
In allen Predigten oder Ansprachen richteten Pfarrer Schäfer und Pfarrer Schlee das Augenmerk auf die zeitgerechte Interpretation der frohen Botschaft von der Heiligen Nacht. Auch heute benötigten Menschen die Hilfe anderer. Sie stünden im übertragen Sinn "vor dem Stall" und benötigen neben einer Unterkunft auch eine willkommene Aufnahme. red