Die Wintervortragsreihe 2016/2017 des Universitätsbundes Würzburg geht in die letzte Runde. Der Termin am Montag, 6. Februar, ab 19.30 Uhr im Littmann-Atelier in Bad Kissingen hat das Thema "Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn (1573-1617): Leben - Werk - Urteil". Dozent ist Prof. Dr. Wolfgang Weiß.


Würzburger Land geprägt

Am 13. September 1617 verstarb Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn. Sein Todestag jährt sich damit im Jahr 2017 zum 400. Mal. Fast 44 Jahre leitete er seit seiner Wahl durch das Domkapitel am 1. Dezember 1573 das Bistum Würzburg und regierte er dessen Hochstift als Herzog von Franken. In seiner Amtszeit hat er das Würzburger Land entscheidend geprägt.
Seine Leistungen als Universitätsgründer, als Freund der Armen (Stiftung des Juliusspitals), als Reorganisator von Bistum und Hochstift sind imposant. Er steht aber auch als Repräsentant für eine harte und intolerante Epoche (Rekatholisierung, Judenfeindschaft, Hexenprozesse). Bei der Beurteilung Echters scheiden sich daher die Geister. Sosehr es gilt Echters Bedeutung anzuerkennen, sowenig lässt sich übersehen, dass die Maßstäbe seiner Zeit nicht mehr die aktuellen sind. red