von unserem Mitarbeiter  Yannick Seiler

Zell — Mehr als einen Punkt holte der TSV Zell in der Partie gegen den Aufsteiger aus der B-Klasse, SpVgg Untertheres, in der Fußball-A-Klasse Schweinfurt 5 diesmal nicht. Immerhin aber sahen die 70 Zuschauer vier Tore und zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten.
Spielertrainer Rene Haupt bescherte der Heimelf den perfekten Start und staubte kurz nach Anpfiff einen Ball im Strafraum zur Führung ab (2.). Doch die Gäste zeigten sich davon unbeeindruckt und glichen aus. Michael Grubauer guckte aus 20 Metern den Torwart aus und der dann nur noch dem Ball hinterher (18.). Der im Strafraum angespielte Johannes Schad legte nach und erzielte mit einem ansehnlichen Schuss aus der Drehung sogar die Unterthereser Führung (34.).
Doch auch die Gastgeber waren mit ihren Offensivbemühungen erneut erfolgreich. Kevin Benischeck spielte zuerst zwei Verteidiger samt Torwart aus und schob anschließend den Ball zum Ausgleich über die Linie (41.). Nach Wiederanpfiff verteilten sich, wie in der ersten Hälfte, die Torchancen ausgeglichen. Einzig den fehlerlos parierenden Torhütern war es zu verdanken, dass der spielentscheidende Treffer ausblieb.


Herolds Ausfall schmerzt

"Wir wussten, dass sie eine starke Offensive haben, und sind deswegen etwas vorsichtiger in die Partie gegangen", lobt der Zeller Vorsitzende Wilhelm Fuß die Leistung des Aufsteigers. Insgesamt könne sein Team mit dem Unentschieden aber zufrieden sein, fügte er an. Die vergangene Spielzeit beendete der TSV auf Tabellenplatz 10. "Auch dieses Jahr wollen wir uns wieder im Mittelfeld halten und uns am oberen Drittel orientieren", sagt Fuß, ein Abstieg komme für ihn nicht in Frage. Mit Christoph Herold, Kapitän und mit neun Treffern Toptorschütze der vergangenen Runde, fehlt der gefährlichste und wichtigste Führungsspieler seit Saisonbeginn verletzungsbedingt. "Das Team kann seinen Ausfall bisher durch eine gute Mannschaftsleistung kompensieren", erklärt der Vorsitzende, aber es fehle noch ein echter Torgarant.
In den kommenden Spielen wird sich zeigen, wie gut die Mannschaft diesen Verlust ausgleichen kann. Nach bisher nur einem Sieg will der TSV Zell noch torgefährlicher werden, um sein Saisonziel zu erreichen und nicht schon zu Beginn den Anschluss ans Mittelfeld zu verlieren.