von unserer Mitarbeiterin Sonja Adam

Kasendorf — Zahlreiche Kasen dorfer Vereine und Verbände dürfen sich kurz vor Weihnachten auf ein Geschenk des Marktes freuen. Der Gemeinderat genehmigte am Mittwochabend wie in den Vorjahren einen wahren Zuschussregen.
"Die Genehmigung ist immer abhängig von unserer finanziellen Situation", erklärte Bürgermeister Bernd Steinhäuser (CSU). Die Einnahmenentwicklung sei jedoch positiv. Derzeit liege die Gemeinde bei den zu erwartenden Steuereinnahmen um rund 200 000 Euro über dem Ansatz. Deshalb sei es möglich, den Vereinen Zuschüsse in derselben Höhe wie im vergangenen Jahr zu gewähren.
Ausgeschüttet werden demnach rund 6500 Euro, wobei die Höhe der Zuschüsse von der Zahl der Mitglieder und der Jugendlichen abhängig ist.
Ebenfalls einen Zuschuss erhält der Verein "Hollfelder Helfer", der fünf bedürftige Personen aus dem Bereich Kasendorf mit Lebensmitteln versorgt.
Die Marktgemeinderäte freuten sich über eine rege Bautätigkeit und befürworteten gleich mehrere Bauanträge. So dürfen Rüdiger und Wiebke Doppel in Krumme Fohre, An der Rollbahn, ein Einfamilienhaus mit Carport errichten.


Schräg ist erlaubt

Auch gegen den Antrag auf Vorbescheid von Karolin und Ingo Braunersreuther für den Neubau eines Wohnhauses in Peesten hatten die Räte nichts einzuwenden. Im Vorfeld hatte das Landratsamt "Probleme" mit der geplanten Stellung des Hauses signalisiert.
Wegen einer Photovoltaikanlage soll das Gebäude optimal Richtung Süden ausgerichtet werden. Es steht deshalb nicht parallel zur Straße, sondern vielmehr schräg auf dem Grundstück. Mit der vom Landratsamt angeregten Drehung konnten sich die Bauherren nicht anfreunden. Daraufhin hielten sämtliche Gremiumsmitglieder die Schrägstellung für unproblematisch.
Die "Winter-Nachtfahrt Sewastopol" des MSC Helmbrechts führt in diesem Jahr auch durch Kasendorf, Neudorf und Welschenkahl. "Es handelt sich um eine winterliche Orientierungsfahrt", erklärte Bürgermeister Bernd Steinhäuser (CSU), nicht um ein Rennen. Die Route führe ausnahmslos über kleine, im Winter nicht geräumte und gestreute Wege.
"Wir brauchen auf jeden Fall eine Haftungsfreistellung", erklärte Verwaltungsleiter Herbert Schmidt. Zudem obliege dem Veranstalter die Pflicht, die Teilnehmer über die Gefahren aufzuklären. Auch müsse er eine Haftpflichtversicherung nachweisen, um Personenschäden oder auch durch das Fahren verursachte Schäden begleichen zu können.


"Richtige Sauerei"

"Das ist doch eine richtige Sauerei, die die da veranstalten", monierte der Ortssprecher von Welschenkahl, Reinhold Frankenberger. Er gab zu bedenken, dass auf diesen Strecken oft kein Durchkommen sei. "Wir haben genug Motorsport, was interessiert uns der MSC Helmbrechts", war auch Rainer Macht (CSU) dagegen. Irene Ellner (CSU) wandte ein, dass die Veranstaltung schon 45 Mal durchgeführt worden ist: "Die kennen doch die Wege", so Ellner. Gefahren werde bis 22.30 Uhr, allerdings nicht im Kasen dorfer Gebiet.


Patt bedeutet Nein zum Nein

Schließlich sprachen sich sechs Gemeinderäte generell gegen die Durchführung der Winter-Orientierungsfahrt aus. Bei Stimmengleichheit war also der Antrag auf Ablehnung abgelehnt. Deshalb erfolgt jetzt eine Genehmigung der Veranstaltung mit den erforderlichen Haftungsfreistellungen.