Coburg — Die Mitglieder von Pro Coburg lehnen die von der Hochschule Coburg vorgestellte Variante einer Zufahrt zur neuen Parkpalette ab. Die Gründe dafür fasst Fraktionsvorsitzenden Jürgen Heeb in einer Stellungnahme zusammen. Er schickt voraus: "Wir sind der Meinung, dass die Hochschule Coburg ein wichtiger Standortfaktor ist, den wir unterstützen." Kritik übt er aber daran, dass die Fraktionen und die Stadt sehr spät in den Planungsprozess eingebunden worden seien und nur eine Variante vorgestellt bekamen, die dann schnell genehmigt werden sollte, um nicht die gesamte Förderung zu gefährden. "Bei der Entscheidungsfindung sind wir aber verpflichtet, neben den Belangen der Hochschule auch die der Bürger, der Anwohner, der Natur und der städtischen Finanzen zu berücksichtigen."
Folgende Punkte sollen die ablehnende Haltung begründen: Die Kosten für die Erstellung eines geplanten Kreisels und der Auffahrt seien zu hoch. Der Kreisel müsste auf Schwemmland gebaut werden. Die Anwohner im Kürengrund würden beeinträchtigt, denn Belastung wäre höher als die Entlastung derer in der Friedrich-Streib-Straße 4. Es müsste in den schützenswerten Baumbestand eingegriffen werden. Außerdem werde der Schulbetrieb der Medau-Schule und deren Kinderkrippe beeinträchtigt. Zum anderen würden Parkplätze im Kürengrund wegfallen.

Alternativen abgelehnt

"Wir halten es nach wie vor für wenig sinnvoll, den letzten freien Bauplatz für mögliche Erweiterungen der Hochschule mit einem Parkhaus zu belegen. Die geplante Kapazität dieses Parkhauses entspricht nur dem heutigen Platzangebot", ergänzt Jürgen Heeb. Der Vorschlag, das Parkhaus an der Sonneberger Straße zu errichten, sei von Seiten der Hochschule als "zu weit weg" oder als "nun zu spät" (da ist die Förderung in Gefahr) abgelehnt worden. Nicht akzeptiert habe die Hochschule auch den Vorschlag, die Zufahrt unterhalb des Wohnheims des Studentenwerkes zu realisieren - mit dem Argument, dass die Studierenden "ihre Ruhe" benötigen. Diese Variante aber wäre kostengünstig und schnell herzustellen.
"Bei aller Wertschätzung gegenüber den handelnden Personen, bei allem Respekt vor der Entwicklung der Hochschule und der Suc he nach Förderungen, können wir, die Stadträte von Pro Coburg, der vorgeschlagenen Lösung nicht zustimmen", schreibt Jürgen Heeb. red