Bamberg — Zusammen exakt 45 175 Mal ließen sich die 467 treuesten Spender aus Oberfranken "anzapfen", die jetzt geehrt wurden. Unter ihnen waren auch 141 Männer und Frauen aus dem Kreisverband Bamberg des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK).
Als Dankeschön für den unermüdlichen Einsatz der Spender organisiert der Blutspendedienst des BRK (BSD) jährlich Ehrungen. Die jüngste Feierstunde für die ganze Region Oberfranken fand in der Bamberger Konzert- und Kongresshalle statt.

Gutes Gefühl motiviert

Mit Konrad Beringer aus Burgebrach und Johann Dorn aus Lisberg konnten zwei ganz besondere Vorbilder ausgezeichnet werden. Sie allein spendeten jeweils bereits 175 Mal Blut in ihrem Leben.
Eine Gegenleistung wollen die Spender für ihre regelmäßig guten Taten nicht. Vielmehr motiviert sie das gute Gefühl, mit ihrem Einsatz Leben zu retten. Sie treten wie alle anderen treuen Blutspender auch mit einer Bescheidenheit auf, die ihresgleichen sucht.
"Dem Blutspendedienst des BRK ist es ein großes Anliegen, ihr überaus präsentes Auftreten bei der Blutspende über Jahre hinweg zu würdigen. Sie verdienen Respekt und Anerkennung. Ihre Zurückhaltung ehrt Sie zusätzlich", sagte BSD-Geschäftsführer Georg Götz.

"Solidarisches Handeln"

Auch Regierungsvizepräsidentin Petra Platzgummer-Martin brachte ihre Anerkennung deutlich zum Ausdruck: "Ihre Spenden geschehen aus einer tiefen humanitären Überzeugung heraus, freiwillig und ohne Aussicht auf irgendwelche Vorteile. Für dieses außergewöhnliche bürgerschaftliche Engagement und wahrhaft solidarische Handeln gebührt allen Jubilaren aus dem Bezirk Dank und Anerkennung."
Der 26-jährige Felix Brunner, der nach einem schweren Kletterunfall im Jahr 2009 im Rollstuhl sitzt und seit damals rund 800 Blutkonserven erhielt, bedankte sich mit herzlichen Worten und sichtlich gerührt bei den Blutspendern.
Der junge Allgäuer erzählte, wie er sein jetziges Leben als Behindertensportler und BSD-Botschafter bestreitet.

Oberfrankens Elite

Darüber hinaus gaben Moderator Michael Sporer vom Baye rischen Rundfunk und Kabarettist Chris Boettcher ihr Bestes, um die "Blutspende-Elite aus Oberfranken" - so betitelt
von Boettcher - zu unterhalten.
Neben der Ehrennadel nahmen die treuen Spender so auch Erinnerungen an einen schönen Abend im Kreise Gleichgesinnter mit nach Hause. red