Bei einem Staatsempfang in der Münchner Residenz ehrte die Bayerische Staatsregierung die Wasserwacht Bayern für ihre Verdienste. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) überbrachte die Grüße von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und zeichnete gemeinsam mit der Vorsitzenden der Bayerischen Wasserwacht, Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU), und dem Präsidenten des Bayerischen Roten Kreuzes, Theo Zellner, verdiente Ehrenamtliche mit der Rettungsmedaille der Wasserwacht sowie Ehrenzeichen und Ehrennadeln aus.
"Sie setzen sich unermüdlich und mit geballter Tatkraft für unsere Sicherheit im, am und auf dem Wasser ein. Das verdient hohe Anerkennung, Respekt und besonderen Dank", sagte Herrmann.


Großes Lob vom Innenminister

Das "herausragende Engagement" habe die Wasserwacht im Katastrophenschutz erst kürzlich wieder beim Einsatz in den Landkreisen Rottal-Inn, Passau und Weilheim gezeigt. "Dieses Engagement unterstützt der Freistaat nach Kräften, etwa durch die im Bayerischen Rettungsdienstgesetz verankerte jährliche Kostenerstattung für die Beschaffung von Fahrzeugen, Rettungsmitteln und Funktechnik", betonte Herrmann.
Die Geburtsstunde der modernen Wasserwacht war im Jahr 1945. Damals gab die amerikanische Besatzungsmacht dem Bayerischen Roten Kreuz den Auftrag, den Wasserrettungsdienst zu organisieren. Am 14. November 1945 wurde die Wasserwacht als neue Rot-Kreuz-Gemeinschaft in das Bayerische Rote Kreuz eingegliedert. Die rund 55.000 aktiven Einsatzkräfte leisten jährlich sage und schreibe mehr als 5000 Einsätze und Hilfeleistungen.
Allein 2015 haben sie zudem mehr als 100 Menschen aus akuter Gefahr aus dem Wasser gerettet. Herrmann hob auch die Leistungen der Wasserwacht für die Jugend in Schulen und Verbänden hervor: 1100 Ausbilder lehren jedes Jahr rund 10 000 Kindern und Jugendlichen das Schwimmen.


Unermüdliches Engagement

Aus der Kreiswasserwacht Forchheim wurden Marianne Ascher-Mehl, Horst Hallmann und Werner Heim jeweils mit dem Wasserwacht-Ehrenzeichen in Gold für ihren unermüdlichen Einsatz und für ihr jahrzehntelanges Engagement in würdiger Atmosphäre für ihre Verdienste nicht nur für die Wasserwacht, sondern auch für das Bayerische Rote Kreuz (BRK) ausgezeichnet.
Marianne Ascher-Mehl ist seit ihrem Eintritt 1971 aktives Mitglied der Wasserwacht- Ortsgruppe Neunkirchen am Brand im BRK Kreisverband Forchheim. Noch im selben Jahr legte sie im Rahmen ihres Sportstudiums den Lehrschein "Schwimmen und Rettungsschwimmen", damals noch genannt "Leistungsschein in Gold", ab.
Seit 1972 versieht sie als aktive Rettungsschwimmerin ihren Dienst als Badeaufsicht im Freibad Neunkirchen. Schon während ihres Studiums hat sie sehr viele Aufsichtsdienste im Freibad übernommen. Während der Zeit ihres Studiums, anschließend neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin am Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt, und auch im jetzigen Vorruhestand konnte immer auf ihre Dienstbereitschaft gezählt werden. Regelmäßig und manchmal sehr kurzfristig übernahm und übernimmt sie den Dienst im Freibad Neunkirchen, den sie stets gewissenhaft und immer vorbildlich versieht. Verantwortungsvoll sorgt sie nicht nur für einen geordneten Badebetrieb.
Ihr Anliegen ist es auch, Kindern und Erwachsenen Tipps zum Schwimmen und Tauchen zu geben und insbesondere Kinder und Jugendliche zum Ablegen von Schwimmabzeichen zu motivieren.


Ausgebildeter Sanitäter

Horst Hallmann ist seit seinem Eintritt am 1. November 1968 aktives Mitglied der Wasserwacht Ortsgruppe Forchheim im BRK Kreisverband Forchheim. Er ist Inhaber des Silbernen Rettungsschwimmabzeichens der Wasserwacht, Rettungsschwimmer, Ersthelfer und ausgebildeter Sanitäter.
Zudem ist er seit vielen Jahren auch sehr in der Jugendarbeit als aktiver Jugend- und Gruppenleiter der Wasserwacht Ortsgruppe Forchheim tätig. Wie man erkennen kann, hat er seine umfassende Ausbildung und sein persönliches Wissen durch regelmäßige jährlich stattfindenden Wiederholungen in den Bereichen der Ersten Hilfe, des Sanitätsdienstes, der Herz-Lungen-Wiederbelebung, des Schwimmens und Rettungsschwimmens, und allen fachlichen Belangen der Jugendarbeit stetig erweitert und ausgebaut. Seit vielen Jahrzehnten leistet er regelmäßig sowohl ehrenamtliche Wachdienste in den Freibädern Forchheim, Streitberg und Egloffstein sowie im Hallenbad Forchheim als auch ehrenamtliche Dienste im Bereich des Land-Rettungsdienstes.
Darüber hinaus engagiert er sich bei der Mittelbeschaffung der Wasserwacht Ortsgruppe Forchheim; sei es beim Grill- oder Weinfest oder Adventsbazar der Wasserwacht Ortsgruppe Forchheim oder aber beim Losverkauf im Glückshafen am Annafest. Durch dieses Engagement trug er einen nicht zu verachtenden Beitrag zur Mittelbeschaffung der Wasserwacht Ortsgruppe Forchheim und dem BRK Kreisverband Forchheim bei.
Werner Heim ist seit seinem Eintritt am 1. Oktober 1971 aktives Mitglied der Wasserwacht Ortsgruppe Forchheim im BRK Kreisverband. Er ist Inhaber des Silbernen Rettungsschwimmabzeichens der Wasserwacht, Rettungsschwimmer, ehemaliger Rettungstaucher, Signalmann für Rettungstaucher, Bootsführer, Ersthelfer und ausgebildeter Sanitäter.
Zudem ist Heim seit vielen Jahren auch sehr in der Jugendarbeit als aktiver Jugend- und Gruppenleiter der Wasserwacht Ortsgruppe Forchheim tätig. Unter seiner Amtszeit als Jugendleiter (1977-1981) wuchs die Jugendgruppe auf knapp 70 Kinder und Jugendliche an, was für damalige Verhältnisse sehr zu würdigen ist.
Heim unterstützt durch seine obig aufgelisteten ehrenamtlichen Tätigkeiten sehr stark die Ziele des Roten Kreuzes und der Wasserwacht. Des Weiteren leistet er durch sein großes Engagement und Können einen wichtigen sozialen Dienst für unsere Bevölkerung. Durch sein sehr breites Fachwissen, das er sich während der Mitgliedschaft in der Wasserwacht angeeignet hat, ist er ein Vorbild für alle Kinder und Jugendlichen.
red